5 Gründe ein Mädchen mit Essstörung zu daten

Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von Jana Monday, 22. Januar 2019.

  1. Member

    Jana Monday

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    Top Poster des Monats

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    24 Jahre alt
    Dabei seit 7. Oktober 2016
    Ein Artikel auf dem Blog „return of kings“ mit dem ansprechenden Titel „5 reasons to date a girl with an eating disorder“, der sich dabei allerdings nur auf das erstrebenswerte Bild des anorexischen Mädchens bezieht, hat einen Shitstorm der Extraklasse ausgelöst. Zusammen mit Kleidermarken, die mental health issues zu Werbezwecken verwenden und T-shirts mit Sprüchen bedrucken, wie „DEPRESSION“ und „eat less“, ist dieser Artikel ein weiterer Schlag ins Gesicht für alle, die sich endlich getraut haben, offen zu ihren Problemen zu stehen. Denn sie werden ja ohnehin schon nicht ernst genommen. Aufmerksamkeitsgeil, Opferrolle und was man sich sonst alles anhören muss – und jetzt hat endlich jemand entdeckt, wie positiv eine Anorexie sein kann.
    Meghan Maughan, Button Poetry, hat einen flammenden Antwortbrief geschrieben und vorgetragen.

    Hier der Link zu dem Artikel, für alle die sich ein bisschen ekeln wollen: 5 Reasons To Date A Girl With An Eating Disorder – Return Of Kings

    Und hier der Link zum Antwortvideo:
     
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  2. Member

    Maya

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    Dabei seit 4. Januar 2019
    Ich frage mich, aus welcher Motivation heraus jemand solch einen Artikel schreibt. Das macht mich echt sprachlos. Und wütend. Gutes Antwortvideo.
     
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  3. Gast

    Rosa

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    ach, kommt. Das ist beißender zynismus und nicht ernst zu nehmen. Im schlechtesten Fall ist es clickbait im besten Fall ( der hier eingetreten ist, wie das Antwortvideo beweißt), regt es Diskurs an.

    Oder bin ich da zu abgestumpft?
     
  4. Member

    Maya

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    Dabei seit 4. Januar 2019
    Also ich weiß ja nicht...mich macht es sehr wütend. Ich habe schon Menschen fast sterben sehen an dieser verdammten Krankheit und das dann so darzustellen ist einfach nur abwertend und scheußlich.
     
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  5. Gast

    Rosa

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    Da hast du recht Maya, viele von uns haben schon schlimme ES-Schicksale mit ansehen müssen. Es tut mir schrecklich leid für dich, dass es dir auch so erging.

    Das gilt aber leider nicht für die meisten Menschen. Für Nicht-Betroffene ust dieses ganze Anorexie-Bulimie-EDNOS- Universum glaube ich so wahnsinnig paradox, dass es fast schon lächerlich ist. ("Jetzt iss halt was/ Dann kotz eben nicht mehr"). Und vielleicht ist dieser Artikel auch aus eben diesem hilflosen Unverständnis entstanden.

    Egal was genau jetzt die Intwtion war. Wirkliche, ernsthafte Boshaftigkeit, war es meiner Ansicht nach nicht.

    Deine Wut, Maya, kann ich aber schon verstehen.
     
  6. Member

    Maya

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    Dabei seit 4. Januar 2019
    Ja, da gebe ich dir auch wieder Recht. Oft reagieren Menschen ja tatsächlich so taktlos, weil sie es nicht besser wissen und nicht verstehen können.
     
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  7. Gast

    Chcrlotte

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    Ich denke, dass leider (zu) viele Menschen, Essstörungen immer noch für eine freiwillige Form des Abnehmens halten. Daher verwende ich persönlich das Wort Magersucht sehr gerne. Das impliziert direkt, dass das Verhalten nicht freiwillig ist und es schwer bis unmöglich ist, aus dem Muster herauszukommen.
    Das ist dennoch keine Entschuldigung für einen solchen Artikel. Es ist absolut geschmacklos, wie er 1. Frauen im allgemeinen objektifiziert und sexualisiert, um dann 2. noch eine ES als gute Eigenschaft zu deklarieren, da diese Frau ja genau seinem Geschmack entspricht und unterwürfig sei.
    Ich habe mich beim Lesen richtig geekelt. Hinzu kommt, dass hierbei überhaupt nicht zwischen den einzelnen Essstörungen unterschieden wurde. Dass Anorexie eine ganz amdere Auswirkung als eine Binge-Eating-Disorder hat, wird außen vor gelassen.
    Wer so etwas schreibt, dem mangelt es einfach an Respekt und Würde anderen Menschen gegenüber...
     
  8. Gast

    Chcrlotte

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    Ich denke, dass leider (zu) viele Menschen, Essstörungen immer noch für eine freiwillige Form des Abnehmens halten. Daher verwende ich persönlich das Wort Magersucht sehr gerne. Das impliziert direkt, dass das Verhalten nicht freiwillig ist und es schwer bis unmöglich ist, aus dem Muster herauszukommen.
    Das ist dennoch keine Entschuldigung für einen solchen Artikel. Es ist absolut geschmacklos, wie er 1. Frauen im allgemeinen objektifiziert und sexualisiert, um dann 2. noch eine ES als gute Eigenschaft zu deklarieren, da diese Frau ja genau seinem Geschmack entspricht und unterwürfig sei.
    Ich habe mich beim Lesen richtig geekelt. Hinzu kommt, dass hierbei überhaupt nicht zwischen den einzelnen Essstörungen unterschieden wurde. Dass Anorexie eine ganz amdere Auswirkung als eine Binge-Eating-Disorder hat, wird außen vor gelassen.
    Wer so etwas schreibt, dem mangelt es einfach an Respekt und Würde anderen Menschen gegenüber...