Buchempfehlungen

Dieses Thema im Forum "Fragen & Probleme" wurde erstellt von Silence1, 13. Dezember 2011.

  1. Probezeit nicht bestanden

    Mania

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    Dabei seit 14. Juli 2015
    Du hast recht, im Laufe des Buches nimmt die Darstellung der ES ab und scheint nur noch ganz hintergründig. Ich finde, in der zweiten Hälfte wird es noch einmal etwas mehr, als Anna Konflikte mit ihrem Freund bekommt, andere Männer trifft, ... aber es ist nicht alleiniges Hauptthema des Buches. Ich finde allerdings gerade deshalb die Darstellung sehr gelungen, weil die ES eben irgendwann "dazu gehört" und zumindest für Anna völlig normal ist und eigentlich keiner Erwähnung bedarf - obwohl es eben doch Dreh-, und Angelpunkt ihres Lebens ist. Ich fände es hier spannend, eine volle Autobiographie der Autorin lesen zu können, also was für Erlebnisse und Gedanken sie selbst mit ihrer Bulimie hatte. Ich habe den Eindruck, einiges was sie im Roman beschreibt, hat sich nicht großartig geändert, selbst wenn sie über die diagnostizierte Bulimie hinweg ist.
     
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  2. Member

    Jana Monday

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    25 Jahre alt
    Dabei seit 7. Oktober 2016
    Ich mochte "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" sehr gern. Das ist auch von Lilly Lindner, die hier jetzt ja schon ein paar Mal erwähnt wurde. Es ist ein Briefroman und beginnt mit der Sicht von der neunjährigen Phoebe, die ihrer großen Schwester April Briefe ins Krankenhaus schreibt. Sie weiß, dass sie krank ist, aber sie versteht es nicht wirklich, weil keiner ihr erklärt was April überhaupt hat. Es hat auch kein Happy End, aber wen das nicht abschreckt, dem würde ich das empfehlen.
    https://www.amazon.de/Was-fehlt-wenn-ich-verschwunden/dp/3733500938
     
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  3. Member

    Jana Monday

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    1.090
    173
    25 Jahre alt
    Dabei seit 7. Oktober 2016
    Oh, mir ist noch eines eingefallen und zwar "Tasten auf dünnem Eis" von Karin Linsi. Das fand ich auch sehr gut geschrieben und auch nicht sehr triggernd, weil sie während des Buches in Therapie ist. Der Titel ist klasse, weil die Hauptperson gern Klavier spielt und sich eben auch "herantastet" ans Gesund-werden. Ich liebe Wortspiele :D
     
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  4. Member

    Calla

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    25 Jahre alt
    Dabei seit 9. Oktober 2016
    Ich finde "Auf Stelzen gehen" von Lena S. ziemlich gut; sehr realistisch, die Gedanken kommen mir bekannt vor.
    "Hungrige Zeiten" von Annika Fechner ist eine krasse Nummer, aber wegen der beschriebenen Problematik, die ich so gut von mir selber kenne, eines der Bücher, das mich am meisten berührt. Aber es kann zwischenzeitlich auch sehr triggern; Menschen, die sich akut in der Bulimie befinden, sollten es besser (noch) nicht lesen.
    Etwa das Gleiche kann ich von "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher sagen.
    Bücher wie "Dann bin ich eben weg" und "Herzenssucht" kann man damit nicht wirklich vergleichen, da dies eher Geschichten für jüngere Leser sind.

    Was ich entgegen vieler Meinungen nicht wirklich gut fand, war "Wintergirls" von Laurie Halse Anderson.

    Hat jemand schonmal das Buch von Laura Pape gelesen? "Lebenshungrig" heitß das, glaube ich. Habe ihren Blog lange auf Blogspot verfolgt und frage mich schon lange, ob ich mal ins Buch reinschnuppern sollte.
     
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  5. Member

    Jana Monday

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    1.090
    173
    25 Jahre alt
    Dabei seit 7. Oktober 2016
    Geht es hier nur um Essgestörten-Bücher? Weil ich liebe die Bücher von Antonia Michaelis. Die kann ich als klare Buchempfehlung aussprechen.
     
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  6. Gast

    Luna.

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    @Calla@Calla
    Ja ich habe das Buch sofort gelesen als es rauskam, da ich auch ihren Blog auf Blogspot verfolgt habe. Ansich ist es gut geschrieben, aber für mich seeehr triggernd. Ähnlich wie Hanna Blumroths "Kontrolliert außer Kontrolle". Das kann aber auch an mir persönlich liegen. Sonst hat es einen sehr angenehmen Schreibstil, ist nicht langatmig und man kommt schnell ans Ende. Und es hat ein "Happy End". Das gibt es ja nicht oft in ES Büchern, oder?

    Was mir aber irgendwie missfällt ist, dass sie nun in die andere Sparte gerutscht ist. Wenn man sich auf YouTube umschaut, scheint sie jetzt fast sportsüchtig zu sein... Also doch kein richtiges Happy End, sondern nur eine andere Art sich zu kontrollieren. Ich kann damit natürlich auch ganz falsch liegen, ich kenne sie ja nicht persönlich und habe sie nur lange verfolgt.

    PS: Der Benutzername Luna geht auf einmal nicht mehr, also mit Punkt dahinter. Ich bin immer noch diesselbe Luna. ^^
     
  7. Member

    Calla

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    25 Jahre alt
    Dabei seit 9. Oktober 2016
    Was genau fandest du daran so triggernd, @Luna@Luna?

    Ich war neugierig und habe mich umgeschaut; finde es krass, was für eine Wandlung sie durchgemacht hat. Ich "kenne" sie wie gesagt noch von ihrem Blog, da kam sie ganz anders rüber. Sie scheint wie viele andere auf den Fitnesszug gesprungen zu sein, und sie macht anscheinend auch Werbung für Sportlernahrung... finde ich persönlich nicht so toll, dass sie sich jetzt so vermarkten lässt. Just my two cents.

    Hach, aber was rede ich. Ich hör mich ja schon an wie Tante Emma von nebenan, von wegen früher war alles besser und so... *rolleyes*
     
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    Luna gefällt das.
  8. Probezeit nicht bestanden

    Luna

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    24 Jahre alt
    Dabei seit 29. November 2016
    @Calla@Calla Es liest sich dann und wann wie ne perfekte Anleitung. Sie schreibt genau wieviel sie gegessen hat, wie schnell sie wann wie wo abgenommen hat und naja, für mich wirkt das immer recht triggernd. *rolleyes*
    Mir ist sie ein bisschen unsymphatisch geworden, ich mochte sie für ihre Art früher. Jetzt ist sie sowas wie die Sophia Thiel 2.0
    Und die kann ich nicht leiden. :_giggle__Revision_b
     
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  9. Member

    Rose

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    25 Jahre alt
    Dabei seit 23. Juli 2013
    Stalins Kühe lese ich im Moment auch und ich muss sagen, dass das Buch stellenweise sehr triggernd ist. An sich finde ich es zwar gut geschrieben und mir macht auch die etwas gewöhnungsbedürftige Schreibweise der Autorin nichts aus, aber die Sprache ist stellenweise eher hölzern. Ich glaube aber, dass das eher an der dt. Übersetzung liegt, als an dem Buch.

    In der letzten Zeit las (bzw. lese) ich zwei Sachbücher über die ES.
    "Fasting Girls" von Joan Jacobs Brumberg. Brumberg ist eine Historikerin und hat in ihrem Buch die Geschichte der Anorexie bei Frauen thematisiert. Sie beginnt bei religiösen Frauen des Mittelalters, die bewusst aufs Essen verzichteten, um Gott näher zu sein und macht meiner mit den sog. "Fasting Girls" der Frühen Neuzeit, die zu Attraktionen ihrer Gemeinden wurden, weil sie angeblich wochenlang ohne Essenüberleben konnten. Schließlich kommt sie auf die "moderne" Anorexie, die ihren Anfang Ende des 19. Jahrhunderts hätte und anfangs fast nur bei Mädchen aus Familien der (oberen) Mittelschicht zu finden war. Ein letztes Kapitel handelt von der Anorexie und Therapiemöglichkeiten des 20. Jahrhunderts.
    Das Buch wurde in den 80ern geschrieben, also sind viele Ansätze nicht mehr aktuell und die Autorin hat sich meiner Meinung nach die Sache etwas einfach gemacht und die ES als etwas dargestellt, dass nur weiße, reiche Mädchen aus gutem Hause trifft, aber an sich ist es ein gutes Buch, wenn man sich für die geschichtlichen Hintergründe der Anorexie interessiert.

    Das zweite Buch lese ich im Moment noch. Es ist eigentliche die Dissertation der Sonderpädagogin Linda Siefert und heißt "Das anorektische Ideal auf "Pro Ana" Weblogs".
    Ich bin noch nicht ganz fertig, deshalb habe ich die Zusammenfassung aus Amazon.
    Immer mehr Kinder und Jugendliche zeigen Symptome von Essstörungen. Gleichzeitig gehören Medien und das Erleben und Handeln in virtuellen Räumen inzwischen zur adoleszenten Lebenswelt. Webseiten, die einen direkten Bezug zu Essstörungen aufweisen sogenannte Pro Ana Webseiten stellen somit eine Herausforderung für sonderpädagogisches Handeln dar. Pro Ana gilt es daher sowohl in ihrem Verführungsgehalt für Kinder und Jugendliche als auch in ihrer potentiellen Bedrohung zu verstehen, um einen angemessenen Umgang mit diesem Phänomen zu entwickeln. Die vorliegende Arbeit legt ein gegenstandsangemessenes, kontextsensitives und am Subjekt orientiertes Modell zu Pro Ana vor, welches im Rahmen einer explorativen Studie entlang des Grounded Theory Forschungsstils entworfen wurde. Sensibilisierend werden hierbei Aspekte der klinischen Psychologie (Anorexia nervosa), Stränge der psychoanalytischen Theorie und (Forschungs-) Praxis ebenso einbezogen wie der Diskurs zur weiblichen Adoleszenz.
    Ich finde es interessant, diese ganze Thematik aus der Sicht der Forschung zu betrachten. Siefert hat sich 50 Blogs ausgesucht, die sie für ihre Studie ausgewertet hat und deswegen ist das ganze auch nicht trocken sondern durch die Beispiele sehr anschaulich gestaltet.
     
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  10. Probezeit nicht bestanden

    Luna

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    24 Jahre alt
    Dabei seit 29. November 2016
    In letzter Zeit sind wieder ein paar ES Bücher erschienen - irre ich mich, oder wachsen die wie Pilze aus dem Boden? :_giggle__Revision_b - und ich habe sie mir gekauft und gelesen. Einmal "Gegessen" von Sonja Vukovic, Don't feed me von Sabrina Gerard und (K)ein Leben mit Borderline und Essstörung von Laura Adrian.

    Das Buch "Gegessen" hat mir nicht wirklich gefallen, wobei ich nicht genau sagen kann woran das liegt. Irgendwie wirkt es zäh und anstrengend zu lesen und man kommt nicht richtig zur Sache. Beim "Don't feed me" bin ich noch dabei zu lesen, aber man bekommt einen sehr guten Einblich in die inneren Gedanken und der Schattenseite, wie die Autorin die ES nennt. Mein Liebling ist das dritte Buch geworden, da es mich aber auch in beiderlei Hinsicht anspricht. Ich habe mich in den Gedanken und Gefühlen so gut wie immer wiedergefunden. Es ist sehr gut geschrieben, angenehm zu lesen, aber hat wahrscheinlich enen sehr hohen Triggereffekt. Zumindest ging es mir so, da SVV ziemlich genau beschrieben wird...
     
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