Du und magersüchtig? Dafür wiegst du doch zuviel!

Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von crimson.butterfly, 20. Dezember 2010.

  1. Gast

    Painless

    Expand Collapse

    Damit bringst du auch meine aktuelle Situation auf den Punkt- danke, Lynn. Denn ich habe die ganze Zeit schon nach richtigen Worten gesucht. Ich möchte auch keinem über meine ES erzählen. Gut, bei meinem Freund ließ es sich nicht wirklich vermeiden, aber er stellt zumindest keine Fragen und lässt mich (vorerst) machen. Ansonsten weiß es ja auch keiner großartig. Ok, meine Ärztin, aber ich habe sie darum gebeten, nicht zu versuchen, mich zu "heilen". Sie akzeptiert, dass ich mit der ES leben möchte und momentan noch nicht richtig gegen sie ankämpfen kann.
     
  2. ehemaliges Mitglied

    Lilienne

    Expand Collapse

    0
    0
    Dabei seit 20. Dezember 2010
    Hat sie das echt so gesagt, dass sie es akzeptiert?
    Also meine meinte, dass sie nunmal nicht meine Therapeutin ist (habe nun mittlerweile eine seit 2 Jahren) und dass sie da nicht viel machen kann. Aber akzeptieren in dem Sinne tut sie das auch nicht. Sie kann halt einfach nichts machen. Wöre ich minderjährig würde sie mich zwangseinweisen.
     
    Collapse Signature Expand Signature
  3. Gast

    Painless

    Expand Collapse

    Naja, akzeptieren war vielleicht wieder mal eine blöde Wortwahl. Sie muss es halt hinnehmen. Ich bin ja nicht wegen der Essstörung in behandlung und auch meine Therapie beginne ich ja nicht wegen der ES. Sie weiß, dass ich andere Probleme haben, die IM MOMENT noch schlimmer sind und die ich erstmal in den Griff bekommen muss. Dass ich eine Essstörung habe, hat sie nebenbei festgestellt, weil ich mich verplappert habe bzw. so darauf gepocht habe, dass ich keine Antidepressiva nehmen werde, von denen ich zunehme. Dann ist sie natürlich hellhörig geworden und hat ein wenig nachgehakt. Aber ich habe ihr erklärt, dass ich erstmal meine Depressionen in den Griff bekommen möchte und gerne wieder ein paar Erinnerungen an meine Vergangenheit zurück hätte. Sie muss es eben hinnehmen. Ich denke, wenn ich minderjährig wäre, dann würde sie mich auch einweisen lassen, aber das geht ja auch erst wieder ab einem bestimmten BMI und da ich den momentan nicht vorweisen kann, muss sie es so hinnehmen wie es eben ist.
     
  4. ehemaliges Mitglied

    Lilienne

    Expand Collapse

    0
    0
    Dabei seit 20. Dezember 2010
    Die sollen halt einfach ihren Job machen. Und Psychologie gehört da eigentlich nicht wirklich zu.
    Ich hab das Problem, dass meine Ärztin gleichzeitig eine Therapeutin ist und sie somit oft versucht mit mir zu reden. Da sage ich ihr dann knallhart, dass SIE meine ÄRZTIN ist und ich eine Psychologin habe mit der ich rede.

    Mit dem BMI-Wert muss nicht sein. Wenn festgestellt wird, dass du magersüchtig bist, dann musst du wirklich einen bestimmten BMI-Wert haben, aber wenn du Bulimie hast dann nicht, da sie meist normalsgewichtig sind.
    Aber gut, dass du volljährig bist.
     
    Collapse Signature Expand Signature
  5. Gast

    Painless

    Expand Collapse

    Ich bin froh, dass meine Ärztinnen bisher nie gleichzeitig Therapeutinnen waren, da wäre ich durchgedreht.

    Naja, da bei mir ja Magersucht diagnostiziert wurde, wäre sie eben für eine Einweisung. Aber natürlich würde das zur Zeit eben wegen des zu hohen BMIs (für Kliniken) nicht gehen. Aber ist mir nur recht und zum Glück bin ich volljährig und kann mit meinen 21 Jahren selbst entscheiden.
     
  6. Member

    Nariam

    Expand Collapse

    397
    123
    34 Jahre alt
    Dabei seit 28. Januar 2011
    Wann wurde das diagnostiziert? Bist du in Therapie?
     
    Collapse Signature Expand Signature
  7. Gast

    Painless

    Expand Collapse

    Magersucht wurde vor ca. einem Monat von dieser Ärztin diagnostiziert. Letztes Jahr hat meine alte Ärztin schon festgestellt, dass ich essgestört bin, aber da konnte sie mich keiner Gruppe wirklich zuordnen.

    Ich bin nicht in Therapie, aber ich fange, wenn alles klappt, Mitte diesen Monats mit einer an- wobei ich sagen muss, dass ich mich (noch) nicht wegen der ES therapieren lasse, sondern wegen meiner anderen psychischen Erkrankungen.
     
  8. Gast

    Painless

    Expand Collapse

    Dazu muss noch sagen, dass ich vor einem Monat das erste Mal seit ca. einem Jahr wieder bei einer Ärztin war und sie das eben "am rande" mitbekommen hat, wie ich weiter oben schon geschrieben habe.
     
  9. Gast

    Painless

    Expand Collapse

    Der erste meinte zunächst, dass ich eindeutig magersüchtig sei, allerdings habe ich ja auch diese "Fressphasen" gehabt, in denen dann das Gewicht auch wieder leicht hoch ging, da ich das mit Sport scheinbar nicht genug ausgleichen konnte. Dann wurde dieser Arzt unsicher (bei dem war ich auch nur 3x). Tja, der neue meinte dann eben diese Mischform, tendiert aber eher zu Magersucht. Mal sehen was sie mir Dienstag erzählt, da muss ich wieder hin.
    Ach, das ist alles kompliziert und vor allem verlier ich langsam selber den Überblick. Für mich ist nur eindeutig klar, dass ich essgestört bin. Wenn ich mich selbst diagnostizieren müsste, würde ich beinah sagen, dass ich die letzten Jahre EDNOS hatte und sich das nun sehr langsam zu Magersucht entwickelt hat.
     
  10. fallen Anqel

    Expand Collapse

    der text passt super.. viele denken so wobei das falsch ist... muss echt untergewichtig sein um sein essverhalten nicht im griff zu haben? um sich vorm essen zu eckeln? alle anzulügen auch wenn die sich sorgen machen,weil die finden das man wenig ist? NEIN! Man isst, und nimmt das schlechte gewissen im kauf damit sich die anderen nicht alszugroße sorgen machen... wobei die immernoch meckern das das zu wenig ist und man ja schon in den letzen monaten abgemagert sein.. was gar nicht stimmt!
    z..b ich hab halt nru ein bisschen abgenommen aber man sieht davon nix! es ist alles noch ok, ich hab doch kein Untergewicht! und was meint mein scheiß haussarzt? ohh du hast mangelerscheinungen und musst in stainärer behandlung.. spezalklinken haben ne wartezeit von locker 6 minaten geh erstmal in die normale Psyhcatrie und die solln gucken ob dannach noch ne weiterbehanflung da notwendig ist! ich hätt den am liebsten eien geklascht!

    geht es euch genau so.. das alle sagen das ihr zuwenig isst wobei ihr "schon viel esst"(zumindens find eich das ich viel esse, ihr bestimmt auch) und schuldgefühel habt, teiwleis das essen wieder rauskommt ohne das ich was dafür tun müsst?
    ich glaub keiner versteht was in unseren köpfen vorgeht...
    ich bin immer noch leicht angnervt das auf einmal meine therpaueten jetzt ausschließlich vin einer esstörung, angeblichen magersucht reden... die wissen doch gar nicht was in meien kopf genau vorgeht...
    KEINER WEIß WIE ES IN UNSEREN KÖPFEN VORGEHT!! KEINER VERSTEHT ES UND KANN ES VERSTEHEN, WENN MAN NICHT IN SO EINER SITUATION WAR!!!
     
  11. Gast

    Lotti

    Expand Collapse

    Hallo liebe fallen Angel,
    um deine Frage mal ganz direkt zu beantworten: Nein, ich finde nicht, dass ich viel esse.
    Ganz im Gegenteil, ich esse objektiv betrachtet extrem wenig und zwar so wenig, dass es meinem Körper nicht gut tut. Und ich wäre froh, wenn ich mehr essen könnte, aber das packe ich einfach nicht. (Und ich habe die Befürchtung, es geht hier im Forum vielen ganz ähnlich.)

    Wenn ich was esse, dann habe ich hinterher oft Schuldgefühle, da geht es mir wahrscheinlich ähnlich wie dir.

    Einfach so ist mein Essen bisher nich nicht "wieder rausgekommen, ohne dass ich was dafür tun musste". Außer ich habe irgendwas gegessen, was ich nicht vertragen habe. Mein Magen ist nämlich ziemlich empfindlich. (Aber das war bisher eher eine Ausnahme).
    Und wenn ich mal was esse, dann soll das auch schön im Magen bleiben, denn sonst muss ich mich hinterher nochmal ne Stunde hinsetzen um wenigstens einen kleinen Teller Salat zu essen. Den Stress brauche ich nicht 5x am Tag.


    Ich kenne dich nicht und weiß auch nicht wie viel oder wenig du tatsächlich abgenommen hast. Aber ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass jemand einfach nur so zu dir sagst, dass du "abgemagert" seist. Vielleicht machen sich die Leute in deiner Umgebung wirklich ganz echte Sorgen um dich.
    Natürlich ist es so, dass man selber erstmal nicht richtig wahrhaben kann und will, dass man vielleicht wirklich ungesund dünn ist. Da geht es mir ja auch nicht anders.
    Aber aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass die ganzen Leute, die mir schon sagten, dass ich viel zu dünn sei meistens tatsächlich recht hatten...

    Klar, bist du nach so einer Aktion von deinem Hausarzt erstmal enttäuscht. Das wäre wohl jeder andere auch.
    (Aber wenn dir schon gesagt wurde, du seist "abgemagert", dann scheint man ja doch zu sehen, dass du offensichtlich doch abgenommen hast.)
    Vielleicht kann es ja wirklich eine Chance sein, erstmal in eine Klinik zu gehen, die nicht auf Essstörungen spezialisiert ist und dann von dort aus weiterverwiesen zu werden.
    Ich kenne mich da leider überhaupt nicht aus, aber ich weiß von einigen Leuten, dass die Wartezeiten solcher Kliniken für Essstörungen echt lang sind.
    Aber da hätte dein Hausarzt wohl auch erstmal nicht viel daran ändern können.

    Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht so richtig, was du in dem Moment erwartet hast von deinem Arzt.
    Du schreibst ja selber: " ich hab halt nru ein bisschen abgenommen aber man sieht davon nix! es ist alles noch ok, ich hab doch kein Untergewicht!"
    Wie soll man denn als Arzt dann darauf angemessen reagieren?
    Wenn du dir wirklich Hilfe wünschst, dann würde ich dir raten noch einmal offen und ehrlich mit deinem Arzt zu reden. Vielleicht kann er dir dabei helfen doch noch irgendwie an geeignete Hilfe zu kommen, die dir auch gut tut und auf die du dich einlassen kannst.

    Gerade bei deiner Therapie solltest du eigentlich die Chance haben ehrlich reden zu können. Vielleicht versuch du deinem Therapeut/deiner Therapeutin mal zu erklären wie es wirklich in dir drin aussieht.
    Du hast ja selber schon gesagt, dass man als Außenstehender gar nicht nachfühlen kann, wie es ist mit einer ES leben zu müssen. Und auch die besten Therapeuten können keine Gedanken lesen, deswegen ist es wichtig, dass man versucht ehrlich zu sein.

    Ich hoffe, mein Beitrag klang jetzt nicht besserwisserisch oder anmaßend. Das wollte ich nämlich nicht sein.
    Ich wünsche dir noch alles Gute,

    Herzliche Grüße,
    Lotti


    PS. Dein Beitrag war teilweise schwierig zu lesen. Das lag daran, dass du fast alles klein geschrieben hast und ziemlich viele "Buchstabendreher" gemacht hast.
    Wenn du dir das nächste mal die Mühe machst, deinen Beitrag hinterher noch einmal zu lesen bevor du ihn postest und ggf. ein Paar Korrekturen vorzunehmen, dann wird es einfacher deinen geschriebenen Inhalt zu verstehen.
     
  12. Gast

    Painless

    Expand Collapse

    Danke Lotti, du warst schneller als ich und besser hätte ich es nicht zusammenfassen können :)
     
  13. fallen Anqel

    Expand Collapse

    sry... ich glaub das was ich da gestern in eile geschrieben hab is ein bisschen anders rubergekommen als ich dachte..
    ich finde dien beitrag nicht besserwisserisch oder so..du bist eifnach nru ehrlich und das finde ich gut...
    ehrlich gesagt beneide ich dich dafür das du sehen kannst das du wenig isst... ich hab leider nicht das glück, aber ich arbeite dran mit meiner therapeutin und den betreuern.. und mit deen "wieder raus" is wohl ganz falsch anegkommen.. ich habe zwar das problem habe das aber auch gesgat und kämpf dagegen an... aber z.b. bei usn wird teilweise richtig fettig gekocht und alle gucken mich an und verlagen das ich esse und teiwleise ess ich dann auch... ihr kennt die schudkegfühle und wenn du von deien mtibewohnern z.b eine teller voll,aslo wirklcih voll, mit nudel, fisch und so ner sahne soße die fast nur aus sahne bestehst und davor schon süßes oder so gegssen hast... davor hab ich halt einfach nur anghalt ist, das mir das alles zu viel wird und dann würd ich lieber eher koztehn als wiueder mit schneiden oder so rückfällig zu werden.. ich übergeb mich in letezr ezit eigentlich gar nicht mehr.. vor kurzen hatte ich das es mir richtig schelcht ging und dann hab ich halt mein bedarfmedizin neurcocil genommen.. tu tmir leid wenn es anders rübergekommen ist.. wollt ich echt nicht..
    kalr weiß ich das meine freunde sich sorgen machen und ich echt abgenommen habe... aber es ist halt ein teil in mir der sich darüber aufregt und ich weiß nicht... ich hab halt so momente da seh ich ok, du hast angenommen und sieht ganz ok aus und dan gibes leider noch viel so oft momente wos halt anders ist udn ich auch nicht schaffe zu essen...
    ich will einerseits hilfe und alles im griff bekommen und anderseit hab ich halt totale panik was dann passiert... dne betreurn hab ich ja gesagt das ich hilfe brauch und meine therpeutin schafft das im mom einfach nicht genau wie die betreuer... und draufhin sidn wir zum arzt und ich hab offen mit ihn redet und was war auch alles super bis ich halt wieder diese panik hatte... das problem ist halt das mit mit 15 ganz klar gesagt wurde enweder ich frühstücke jetzt oder ich krieg ne sonde von ner oberärztin.. und das hat sich halt in mein gehirn gebrannt und ich schätze dadruch kommt auch die panik..
    ich versuche sehr offen zu reden und hab dne auch viel erzählt z.b. gestern abend meien betreuerin sahrah das ich halt im inetrnet leuet suche mit dne ich drüber reden kann weil die die selben probleme haben und ich hoffe das es mri hilft und ich vllt auch den anderen helfen kann... ehlich gesagt hätte ich nicht gedacht das sie das so aufnimmt udn sagt wenns dir hilft find ich es gut und wenn nicht müssen wir halt gucken... ich hab allgemein schon sehr viel darüber geredet nur die betruer haben es nicht erstgenommen das ich immer weiniger kraft usw hab... die haben zwar siet ich hier eingezogen bin schon den verdacht und gucken halt wegen es, aber es hieß immer wieder du bist nicht untergewichtig das kommt daher nicht und so... und irgentwann hat man dann halt ne blockade darüber ehrlich reden zu können..

    ich hoffe diesmal ist es besser rüberkommen:) ok gestern hatte ich den in 10 oder 5 min geschrieben weil ich off musste :)

    lotti ich wünsche dir und allen anderen auch alles gute und das es euch in zukunft immer besser geht :)

    LG fallen Anqel

    Ps: das liegt an den lepi mit den schrieben der ist teilweise sehr komisch... z.b. schreibt man und aufeinmal is er an einer ganz anderen stelle im satz... hab noch nicht rausbekommen welche tasten man nicht drücken sollte.. und ich bin es auch nicht gewohnt auf der tastaur vom leptop zu schreiben, also noch nciht wircklich weil ich sonst immer am PC on war :)
     
  14. Gast

    Lotti

    Expand Collapse

    Liebe Fallen Angel,
    schön, dass du das noch einmal klargestellt hast.

    Vielleicht kannst du dir ja mittags selber dein eigenes Essen zubereiten. Dann kannst du zusammen mit deinen anderen Mitbewohnern essen, ohne dass dich jemand komisch anschaut. Es muss ja nicht der Fisch mit der fettigen Soße sein, sondern vielleicht einfach ein schöner, großer Teller mit Salat oder eine Portion Gemüse mit Quark. Oder irgendwas ganz anderes, dass du besser essen kannst, ohne dass du hinterher sofort erbrechen musst.

    Das ist doch schonmal ein Erfolg. Was machst du denn jetzt anders als vorher? Was hilft dir dabei?

    Ich kann dir jetzt leider auch keinen wirklich tollen Tipp geben, aber ich finde es auf jeden Fall gut, dass du mit deiner Betreuerin reden konntest. Es ist ganz normal, dass es erstmal schwierig und unangenehm ist wirklich ehrlich zu sein, aber ich bin mir sicher, dass du das schaffst -wenn du das auch tatsächlich willst.

    In was für einer Einrichtung wohnst du denn momentan? Ist das eine therapeutische Einrichtung oder ein Heim oder was ganz anderes? (Du musst dich natürlich nicht dazu äußern, ich frage nur aus Neugier. )


    Das Problem hatte ich mit meinem Laptop auch schon. Wahrscheinlich kommst du mit den Händen beim Tippen auf das Touchpad und dann springt der Mauszeiger irgendwohin.
    Das kannst du leicht umgehen, indem du das Touchpad ausschaltest und eine normale Maus zum Tippen anschließt.

    Herzliche Grüße,
    Lotti
     
  15. Gast

    Tara

    Expand Collapse

    Wirklich sehr schöner Text ^^ Kenne das Problem selbst, bei mir ist es meine Mutter, die immer auf mir rumhackt egal ob ich 40, 60 oder 1000 kg wiege, bin immer zu dick oder ungesund egal.
    Glaube nicht, dass eine meiner Freundinnen versteht, dass ich auch eine ES habe, sie ist sehr dünn, selber Magersüchtig, ich denke sie meint ich bin fett-süchtig ... hat mal komische Kommentare gesagt, als es mir wirklich schlecht ging.
    Ich habe diese ES schon fast mein ganzes Leben lang ... egal wie viel ich wog ich hatte immer eine.
     
  16. Gast

    Summerrain

    Expand Collapse

    Eine ES wird man sicherlich auch nicht mehr zu 100% los.
    Ich denke, dass du Fallen Angel dir erstmal darüber klarwerden musst, dass du vielleicht wirklich an einer ES leidest.
    Es kommt mir bei deinen Texten ein bisschen so rüber als ob du das Ganze verharmlost?! (kann ich auch falsch aufgefasst haben)
    Bei mir war es ganz lange auch so, dass ich es nicht wahrhaben wollte, wenn jemand zu mir gesagt hast "boah.. hör mal auf weiter abzunehmen!!"
    Für mich war das gar nicht so extrem. Hab halt weniger gegessen, hatte Stress und zum Ausgleich hab ich viel Sport getrieben.
    Naja, mittlerweile hänge ich zwischen Hungern und Brechen.
    Es hat aber auch seine Zeit gedauert bis ich es mir tatsächlich eingestehen wollte, dass ich tatsächlich KRANK bin.

    Für eine Therapie bin ich noch nicht bereit, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass diese irgendwann kommen wird.

    Du wohnst in einem betreuten Wohnen?
    Du sprichst vom "Schneiden". Sorry, für die direkte Frage, aber hast du evtl die Diagnose Borderline??
     
  17. Reason For Sadness

    Expand Collapse

    Ich bin grad sehr froh darüber, diesen Text hier entdeckt zu haben.
    Eben weil er eines der Themen anspricht, die mich in letzter Zeit stärker denn je beschäftigen...da ist es schön, sowas als Sicherheitsnetz nutzen zu können, sich einfach mal verstanden zu fühlen...
     
  18. Spiegelverkehrt

    Expand Collapse

    Was für ein wahrer Text.

    Genau das kenne ich auch irgendwie. Da bei mir das Gewicht eben seit Jahren sehr schwankt, sieht es jetzt beispielsweise so aus, dass ich schon sehr zu rund bin.

    Manchmal macht es mich sehr traurig, dass sich da niemand drum kümmert (das ist jetzt zugegeben etwas am Thema vorbei, denn ich meine nicht, dass die Leute um einen rum das nicht glauben, sondern dass sie es einfach nicht SEHEN!). Ich weiß jetzt auch nicht genau, wie ich reagieren würde, wenn jemand mal einen konkreten Verdacht äußern würde - aber bisher kam nur hin und wieder ein erstauntes "Hast du gar keinen Hunger?" von Leuten, die mal den ganzen Tag mit mir unterwegs sind. Übrigens gerade heute wieder. Im Prinzip bin ich ja "froh" darüber, weil ich momentan einfach keine Therapie machen kann. Das dauert wohl noch eine Weile. Aber es ist trotzdem auch irgendwo traurig für mich.
    Ich glaube, alle denken dann nur sowas wie: wenn sie nie wirklich Hunger hat, wie kann sie dann sooo dick geworden sein?

    Was auch seltsam ist: Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber in meinem Umfeld wird so unglaublich viel über die Themen ES und Essen gesprochen. Ich weiß dann oft gar nicht, wie ich mich verhalten soll. Ob ich die Leute ansehen oder lieber irgendwo anders hingucken, ob ich etwas in die Unterhaltung einbringen soll. Häufig habe ich dann das Gefühl, mich mit allem furchtbar verdächtig zu machen.

    Es ist ein bisschen so, als gäbe es zwei von mir, so in mir drin.

    Die eine möchte gerne "entdeckt" und geheilt werden. Sie möchte sich nicht mehr schämen - weder ihrer Figur noch ihres Essverhaltens wegen, sie möchte keine Angst mehr haben darüber zu reden, sondern damit gut umgehen können. Und sie möchte wirklich normal essen und gesund sein.

    Die andere schämt sich furchtbar und hat Angst, Angst zu sprechen, Angst vor Nähe, Versagensangst... und weiß, dass sie all diese Ängste und alle Fehler nur kontrollieren und wettmachen kann, wenn eben peinlich genau Kalorien gezählt werden. Denn wenn der Körper wieder "in Form" ist, dann läuft auch alles andere, dann wird man akzeptiert, dann wird man lieb gehabt, und wenn man einen blöden Fehler macht, bestraft man sich eben mit Disziplin, wie sich das gehört.

    Und ich muss ehrlich gestehen: Wenn mir das jemand so auf den Kopf zusagen würde, "... dafür wiegst du doch zuviel!" - es würde mich nur noch viel mehr hineintreiben. Und damit meine ich nicht im Sinne von: Oh nein, man sieht mir die ES nicht an! ... Ich würde einfach nur das "zu dick" heraushören. Mehr nicht. Und ich glaube, ich würde mich nur noch viel mehr schämen, darüber zu sprechen.
     
  19. ehemaliges Mitglied

    crimson.butterfly

    Expand Collapse

    2
    0
    Dabei seit 12. Oktober 2009
    Oh wie gut ich diesen Gedanken kenne.
    Es gab auch Zeiten, da fragte ich mich ob ich eigentlich das "Recht" (so blöd es nun auch klingt) habe zu sagen ich habe eine Essstörung.
    Scheiß egal, ob ich mir am selben Tag noch die Seele aus dem Leib gekotzt habe.

    Ich war zu dick.
    Diese Feststellung verdrängte das Wissen, dass "5 mal kotzen am Tag" wirklich alles andere als normal war.

    Und das alles nur, weil "alle Essgestörten total abgemagert" sein müssten.

    So gehts mir auch.

    Nichts sagen scheint mit verdächtig.. und zuviel sagen, vllt ausversehen zuviel "Wissen" preisgeben ist erst recht verdächtig.

    Ich weiß dann auch nie was ich machen soll.
    Hab auch immer das Gefühl man sieht es mir an, sobald das Thema angesprochen wird.
    Als ob ich plötzlich rot leuchten würde.

    Weiß noch, wie wir einmal in der Schule ein Referat über Bulimie halten sollten.. und ich zuviel darüber wusste.. merkte gar nicht wie ich redete, und die anderen mich richtig beobachteten.
     
  20. ehemaliges Mitglied

    Tränchen

    Expand Collapse

    0
    0
    Dabei seit 29. Juli 2009
    Das musstest du? Wie schrecklich...
     
    Collapse Signature Expand Signature