Feierabend-Routine

Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von Laura27, 11. Juni 2019.

  1. Gast

    Laura27

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    Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Problem: Wenn ich nach einem anstrengenden Tag nach Hause komme, weiss ich gar nicht wohin mit mir. Oft merke ich schon, dass sich dann ein Essanfall anbahnt - aus der Hilflosigkeit heraus wie ich mit meinen Gedanken und Gefühlen umgehen soll. Daher wollte ich von euch gerne mal wissen, was ihr macht, wenn ihr nach Feierabend nach Hause kommt und was ihr macht um runterzukommen? Habt ihr irgendwelche Routinen, die euch helfen den Stress des Tages zu verarbeiten? Ich habe schon Hobbies, aber meistens erst später am Abend und dann gerate ich in so eine Leerlaufphase nach der Arbeit wo ich dann alleine bin und überfordert mit der Situation.

    Ich würde mich freuen was von euch zu hören.
    LG
    Laura
     
  2. Member

    Maya

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    Dabei seit 4. Januar 2019
    Hallo Laura27,

    mir geht es genauso! Ich komme heim und das erste was ich mache, ist etwas essen, einfach weil ich mit der Leere nicht klar komme. Es ist furchtbar. Ich habe schon versucht, dieses Muster zu durchbrechen, in dem ich mir eine andere Routine überlege, aber bisher hat noch nichts wirklich funktioniert. Manchmal esse ich dann gar nichts mehr, dann geht es auch, aber einen Mittelweg zu finden finde ich echt schwer.

    Hilft es dir, deine Gedanken zB durch schreiben zu sortieren? Oder hast du andere Ausdrucksweisen? Malen, Musik oä?

    Liebe Grüße,
    Maya
     
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  3. Gast

    Laura27

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    Liebe Maya,

    Vielen Dank für deine Nachricht. Es hat mir schon geholfen zu wissen, dass ich nicht alleine damit bin. <3
    Ich finde die Idee gut über Malen oder Musik die Gefühle auszudrücken. Klappt das denn bei dir? Mir fehlen da wirklich die Ideen. Ich habe es schon mit Puzzlen oder Mandala ausmalen probiert, aber dabei schweifen meine Gedanken immer ab. Momentan versuche ich erstmal meine Gedanken aufzuschreiben, aber danach bin ich oft immer noch unruhig und weiß nicht wohin mit mir. Ich glaube das Problem ist, dass man wirklich gelernt hat die unangenehmen Gedanken und Gefühle in sich reinzufressen. :(

    Liebe Grüße
    Laura
     
  4. Member

    Maya

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    Dabei seit 4. Januar 2019
    Hallo Laura *huhu*

    Bei mir klappt es oft über Musik. Ich spiele Klavier und singe, das erdet mich oft, sodass ich mich wieder mehr bei mir fühle und nicht alles durch Essen wegdrücken will. Ich glaube, dass es helfen könnte, wenn man sich tatsächlich direkt mit den Gefühlen beschäftigt. Also beim Puzzeln zB kann ich mir vorstellen, dass es auch nur eine andere Art von wegdrücken ist, weil man sich am Ende doch nur ablenkt.
    Was mir oft hilft ist, einfach drauf los zu tippen, alles aufzuschreiben, was mir in den Kopf kommt. In dem Prozess findet sich oft interessantes! Plötzlich merke ich, was eigentlich gerade mein Problem ist.
    Weißt du, was es für Gefühle sind? Also kannst du benennen, was du fühlst?

    Liebe Grüße :)
     
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  5. Newbie

    Arielle

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    27 Jahre alt
    Dabei seit 26. Dezember 2015
    Huch. Ich war grad etwas baff, weil ich zum Einen den gleichen Namen habe wie du (Laura) und 27 Jahre alt bin - und auch dasselbe Problem habe. Bzw. wechselt es sich ab - allmählich trinke ich auch Sekt anstatt loszuessen, was natürlich auch nicht gerade optimal ist. Was mir hilft (und leider schwer herbeizuführen) ist, die Routine ganz generell zu durchbrechen. Das geht zwar mit Arbeit nicht, aber mit dem Feierabend. Sprich, anstatt wie immer denselben Weg nach Hause gehen, einfach mal was anderes machen. Einen Umweg, irgendwo vorbeigehen, Freunde besuchen, shoppen, Theater, Kino. Einfach irgendwas, Hauptsache, nicht direkt nach Hause gehen wie immer.

    Das ist zwar aufwendig und lässt sich vielleicht nicht täglich bewerkstelligen - aber es lohnt sich. Und wenn man dann mal 4 Feierabende lang "Alternativprogramm" gemacht hat, kann man ja vielleicht mal wieder normal direkt nach Hause gehen und gucken, was passiert :D
     
    Maya gefällt das.
  6. Member

    10gradminus

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    Dabei seit 16. Juli 2017
    Ohja, das kenne ich. Im Gegensatz zum Morgen hat man abends selten so einen festen Zeitplan, dass ich selbst dazu neige "gar nichts" vorzugeben. Und das bedeutet dann meist, dass es auf einen Essanfall hinausläuft.
    Für mich ist es total wichtig, einen Plan zu haben und Routinen aufzubauen. Ich gehe im Moment abends oft spazieren, wenn ich z zuhause bin, mache ich irgendwas, um meine Hände zu beschäftigen (Klavier spielen, Origami, Stoffmalerei, ...)
    Manchmal schreibe ich auch irgendwelche Listen oder Pläne, die ich oft gar nicht weiter benutze, aber irgendwie lenkt mich dieses Planen ab. Für mich geht es gar nicht, dann mit Essen konfrontiert zu werden (also Rezepte lesen, Bilder von Essen auf Instagram,...), dann kreisen die Gedanken nur darum. Ich vermeide dann auch die Küche.. ist zwar irgendwie auch sehr umständlich und unnormal, aber wenn es nur an einem Tag von vielen was nützt, bin ich ganz glücklich darüber.
     
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  7. Gast

    Rosa

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    Das kenne ich zu gut. Solche leerphasen kann ich gar nicht haben. Ich packe die mir immer mit Dingen voll, die meine Hände beschäftigen; also meistens Haushalt. Aber das ist semi-optimal, denn irgendwann fordert meine Seele ihre "leerphase" und dann kommt die Essattacke noch krasser..