Folgen der Essstörung

Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von Stille Nacht, 27. Dezember 2015.

  1. ehemaliges Mitglied

    Arielle

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    26 Jahre alt
    Dabei seit 26. Dezember 2015
    @Punx@Punx Jap. Ich hatte Kieselerde lange als Pulver,das man in Wasser auflösen muss. Schmeckt aber absolut furchtbar und man muss wirklich ewig mit voller Kraft rühren,bis sich der Quatsch überhaupt auflöst. Da waren mir die Kapseln lieber ;)
     
  2. abgemeldet

    Violet

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    23 Jahre alt
    Dabei seit 3. Februar 2016
    @Punx@Punx Es tut mir super leid! So sollte es nicht rüber kommen. Die Frage war völlig okay.
    Ich sage mal so: die ES hat wohl keinen sehr glücklich gemacht, bei mir geht es auch schon seit ich denken kann, aber sicherlich hat es mir sehr sehr viel von meiner Jugend genommen...

    Und es gibt im Reformhaus auch 'flüssige' das ist wie ein Gel und man kann einfach einen Esslöffel nehmen. Schmeckt aber ekelig haha. DM hat auch Lutschtabletten :) Die habe ich mir besorgt!
     
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  3. Gast

    Punx

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    Das kann ich sehr gut nachvollziehen!

    Ok, das Thema Kiesselerde scheint schwieriger zu werden als gedacht, bei mir gibt es gar kein DM.

    Eine Folge der ES, die mir heute sehr auffällt, ist die Isolation in die man sich bewegt, nicht nur Körperlich sondern auch Gedanklich.
     
  4. Member

    Mariella.

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    Dabei seit 11. Februar 2016
    Die deutlichste körperliche Folge, die ich an mir beobachten kann, sind die Dehnungsstreifen an den Oberschenkeln. :(
    Meine Haut und mein Gewebe haben die jahrelangen starken Gewichtsschwankungen eigentlich ganz gut überstanden, nur die Beine halt eben nicht so. :/
     
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  5. ehemaliges Mitglied

    besideyou

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    Hi @Mariella.@Mariella. ;)

    Das Problem habe ich auch. Auch nur an den Oberschenkeln.. Schrecklich unschön..
     
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  6. Lou
    Gast

    Lou

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    Hi Leute,
    Ich kenne auch das Thema Folgeschäden nur zu gut..
    Ich hab auch sehr häufig Sodbrennen, total unangenehm ..
    Kennt ihr Melaleuka tropfen?
     
  7. frozenheart

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    Puh, also ich kann auch ein Lied über Folgen singen :(
    Meine wirklich schlimmste Folge war mein Haarausfall. Ich habe etwa die Hälfte meiner Haare verloren und wurde auch schon darauf angesprochen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich nie stark UG war und dennoch hat mein Körper krass gelitten (habe Anorexie, also nie erbrochen).
    Ich habe viele, viele Zusatzpräparate genommen (auch welche vom Arzt verschrieben) und leider hat nichts geholfen.
    Das alles ging so weit, dass ich tagelang mich nicht getraut habe zu duschen etc.
    Erst als ich letztes Jahr in die Klinik kam und lange Zeit viel aß und zunahm (auch wenn ich nicht viel zunehmen musste) hörte mein Haarausfall allmählich auf.
    Das ist echt kein Spaß und wenn bei euch keine Zusatzpräparate helfen, dann bleibt euch leider über kurz oder lang nur, wieder ordentlich zu essen :/
    Mein Klinikeintritt ist jetzt fast ein Jahr her und meine Haare sehen furchtbar aus. Extrem struppig, direkt auf dem Kopf wachsen ganz viele kleine kriselige Haare und so, das ist echt nicht toll. Aber wenigstens fallen sie nicht mehr aus.
    Bleibt stark meine lieben und wir müssen uns wirklich immer überlegen, ob es uns DIESE ganzen Nebenwirkungen wert sind.
     
  8. Member

    Mariella.

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    Das empfinde ich persönlich als etwas unglücklich gewählt/ausgedrückt.
    Ich kann dazu nur sagen, dass mir meine Gesundheit und mein Leben etwas wert ist sind.
    Nur ist da eben auf Grund der Krankheit häufig keine Wahl, bzw. der gesunde Weg nicht in Sicht.
     
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  9. frozenheart

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    Mh, ich finde das nicht unglücklich gewählt, denn trotz Krankheit haben wir einen Verstand. Wer wirklich gesund werden will schafft das auch ;)
    Da habe ich einfach genug Mädels erlebt, die echt krass in der Krankheit waren, viele viele Jahre, sehr untergewichtig und sie haben es geschafft.
     
  10. Member

    Mariella.

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    Dabei seit 11. Februar 2016
    Nein, wenn das dahinter steckt, ist es auch nicht unglücklich gewählt
    Ich fand nur, dass der Satz auch leicht anders zu verstehen ist.
    Aber bei mir kommen Sachen häufig mal anders an, als sie gemeint sind!
     
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  11. frozenheart

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    Okkii, also von mir aus war das nicht böse gemeint, in der Hinsicht möchte ich aber eindeutig die positive Seite vertreten und einfach sagen, dass viele dann "aufgewacht" sind, als die körperlichen Folgen unerträglich waren. Es kommt natürlich immer auf den Hintergrund an, weshalb man die ES hat und dementsprechend kommt der Eine natürlich eher raus als der andere. Obwohl ich nicht so ganz schlimme Sachen erlebt habe, bin ich trotzdem seit 8 Jahren essgestört und es ist inzwischen chronisch. Trotzdem sind mir meine Haare wichtiger als das Hungern in manchen Momenten und wenn der Haarausfall wieder sehr krass ist, weiß ich woran es meistens liegt ;)
     
  12. ehemaliges Mitglied

    besideyou

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    Das klingt so als hättest du die Wahl.. Also ich hab die Wahl definitiv nicht. Es wäre ja keine Sucht, wenn man die Wahl hätte oO Und schon gar nicht wegen Haaren..
     
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  13. frozenheart

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    Und das klingt für mich so, als würdest du gar nicht kämpfen Oo
    Natürlich hat man nicht immer die Wahl und trotz Haarausfall habe ich weiter gemacht, aber wir sind nicht einfach Opfer einer Sucht. Jeder kann sich Hilfe suchen und dieser Sucht entgegenwirken. Ich bin immer der Meinung dass wir trotz Sucht noch einen eigenen Willen haben ;).
    Oder möchtest du mir gerade absprechen, dass ich krank sei?
     
  14. ehemaliges Mitglied

    besideyou

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    Ich kenne dich nicht, ich würde mir darüber kein Urteil erlauben.
    Jeder Tag ist ein Kampf! Trotzdem hat man nicht immer die Wahl, was denkst du warum es Sucht heißt? Willst du mir jetzt erzählen, dass ein Junkie auch immer die Wahl hat, ob er jetzt Stoff braucht!?
     
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  15. frozenheart

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    Darum geht es nicht, es hört sich für mich an, als ob jeder Süchtige sich einfach in seine Sucht fallen lässt und nichts dagegen unternimmt.
    Ich finde, dass man sich darauf nicht ausruhen darf und alles auf die Sucht schiebt.
    Dass man nicht immer die Wahl hat weiß ich aus eigener Erfahrung, aber dennoch bestimmt man maßgeblich mit in wie weit man sich der Sucht hin gibt.
     
  16. ehemaliges Mitglied

    besideyou

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    Dabei seit 22. Januar 2016
    Du hast einfach nicht immer die Kontrolle und es wird auf Dauer sehr anstrengend, jeden Tag einen Kampf gegen sich selbst zu führen, aber wem erzähle ich das. Ich gehe stark davon aus, dass du das auch kennst.
    Ich selber habe jahrelange Therapieerfahrung inkl. stationärem Aufenthalt und lasse mir hier nicht unterstellen, dass ich mich in meine Sucht fallen lassen würde.

    Das ist schade, dass sich das für dich so anhört. Du hast dich bestimmt vor der Anmeldung über unser Forum informiert und gesehen, hier geht es darum mit der ES zu leben. Mit allen Höhen, aber eben auch mit den Tiefen, ohne ständig dagegen anzukämpfen.

    Ich weiß ja nicht, wie schlimm du in deiner ES gefangen bist oder warst, aber es gibt definitiv einen Punkt, ab dessen Überschreitung man die Kontrolle komplett verliert. Deshalb ist eine ES ja auch so gefährlich!
     
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  17. frozenheart

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    Na dann hätten wir das ja geklärt ;)
     
  18. frozenheart

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    Und noch so viel, ich bin seit 8 Jahren essgestört und ich denke man kommt nicht ohne Grund auf Stationen und in Kliniken für Essstörungen.
    Es tut mir leid, dass deine Therapien scheinbar nicht gefruchtet haben, wenn du noch immer so tief drin steckst, dass du kein Fünkchen Kontrolle für dich übernehmen kannst.
    Ich lebe auch MIT meiner Essstörung und bin dank der Therapien wieder sehr viel selbstständiger geworden. Aber wenn du ein Recht darauf haben möchtest, dass du die kränkere von uns bist, bitte, hab ich kein Problem mit, tut mir eher leid für dich ;)
     
  19. ehemaliges Mitglied

    Arielle

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    Dabei seit 26. Dezember 2015
    Oha,eine Grundsatz-Diskussion ist aufgebrandet :D

    Also..ich sehe das so. Man hat nicht die Wahl,eine ES zu haben oder nicht. Das ist ja klar. Man hat die Wahl,wie man damit umgeht. Man kann sich entscheiden zu kämpfen dagegen,man kann sie ausblenden und weitermachen,und dazwischen gibt es noch ungefähr 1000 Graustufen. Und es ist auch nicht immer so einfach,eine Entscheidung durchzuziehen. Ich zB. wäre dankbar,wenn ich meine Energie nicht mehr so sehr auf mein Gewicht fokussieren würde. Mir raubt das Lebensqualität. DAS ist für mich eine schlimmere Nebenwirkung als zB ausgefallene Haare. Ich hätte gern ein unbeschwertes Verhältnis zum Essen. Aber wie macht man das,wenn man die Figur halten will und somit nicht gedankenlos drauflos essen kann? Alles nicht so einfach. Und solche Fragen mag ich in diesem Forum diskutieren. Es geht ja nicht darun,heute oder morgen die ES über Bord zu werfen. Es geht ja nicht darum,dass man sie nicht loswerden möchte. ich bin nur nicht (mehr) bereit mich als krank bezeichnen zu lassen,was aber auch keiner tut, da ich Normalgewicht habe und die Leute nun mal strohdumm sind.
    Kämpfen oder nicht kämpfen ist meines Erachtens nicht meine Hauptfrage,interessiert mich nicht. Die Frage ist,mit welchen Mittelb ich kämpfe,gegen wen und wofür. Und wenn ich nicht kämpfe, die Frage,wem ich den Sieg überlassen hab. Das klingt vllt etwas kompliziert,aber so ist meine ES für mich-solange ich noch nicht einmal genau weiss,was sie mir bedeutet, kann ich auch nicht adäquat mit ihr umgehen.
     
  20. frozenheart

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    @Arielle@Arielle Danke, du bringst es auf den Punkt. Mir geht es genau wie dir und deine Ansicht finde ich schlüssig. Ich denke, so findet jeder seinen Umgang und seinen Weg damit. :)
     
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