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Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von help, 11. Juli 2018 um 01:27 Uhr.

  1. Gast

    help

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    Ich war vor einigen Jahren Magersüchtig, habe es aber besiegt.. Dachte ich zumindest..
    Ich habe momentan einen kleinen Rückfall. Ich versuche dagegen an zu kämpfen, aber (ich weiß es ist krank) ich weiß nicht ob ich dagegen ankämpfen will.
    Nach dem ich die ES überwunden hatte, habe ich angefangen zuzunehmen.. Ich bin jetzt schon fast im Übergewicht. Ich versuche ein paar Kilo wieder ab zu nehmen, aber ich habe erst ein Kilo runter und ich bin am verzweifeln. Wenn ich weiter gegen die Magersucht ankämpfe, dauert es lange bis ich zu meinem Wunsch gewicht komme, aber wenn ich es nicht tue...

    Ich kann das meinen Eltern und meinem Freund nicht noch mal antun, aber es ist verdammt schwer dagegen an zu kämpfen.. Bei einer Therapie war ich schon mal für einige Monate, dashat abe nichts gebracht. Ich kann auch mit niemanden darüber reden. Zu meinen Eltern habe ich nicht den besten Kontakt und mein Freund will nichts davon hören.. Ich habe Angst dass sobald er eetwas merkt, er mich verlassen wird.

    Ich weiß nicht was ich machen soll..
     
  2. Admiss

    Marii

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    Top Poster des Monats

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    161
    Dabei seit 20. März 2007
    Guten Morgen,

    Der Wille muss schon vorhanden sein, sonst geht das leider in die falsche Richtung. Ich weiß es ist nich immer leicht dagegen anzukämpfen. An manchen Tagen gelingt es leichter an anderen schwerer. Das ist unser täglicher Kampf. Wir sitzen hier alle im selben Boot.

    Es ist auch möglich mit gesunder Ernährung und Sport abzunehmen - so habe ich innerhalb von kurzer Zeit 9 Kilo verloren. Nur nicht den Willen und Kampfgeist verlieren.

    Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft. Und wenn du dich austauschen willst, findest du hier immer ein offenes Ohr.

    Alles Liebe,
    Marii

    *wop-rose*
     
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  3. Member

    Juni

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    Dabei seit 5. Juni 2010
    Hallo help, *huhu*

    ich fürchte eine Essstörung besiegt man niemals gänzlich. Ich habe den Eindruck, dass das etwas ist, dass immer noch irgendwo lauert und durch bestimmte Umstände wieder akut werden kann - auch wenn man jahrelang gesund gelebt hat.

    Es ist doch schonmal positiv, dass du darauf sensibilisiert bist und erkennst, dass sich dein Essverhalten wieder in die falsche Richtung entwickelt. Auch diese Gedanken, die ES vllt. sogar zu wollen, gehören ja mit zur Essstörung.

    Meinst du dass der Versuch abzunehmen diese Gedanken ausgelöst hat? Bzw. deine Unzufriedenheit mit deinem aktuellen Gewicht?
    Hast du dich denn in den letzten Jahren gesund ernährt und versucht darauf zu hören, was dein Körper braucht? Was hat das Gesundsein für dich ausgemacht? Warum dachtest du die ES sei besiegt? Gab es da ein Schlüsselerlebnis?

    Ich denke eigentlich weißt du, dass du den kranken Gedanken der Essstörung nicht nachgeben solltest und dass das nur Leid mit sich bringt. Durch die Essstörung "leicht" die paar Kilos abnehmen zu können ist ein Trugschluss.
     
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    Jana Monday gefällt das.
  4. Gast

    help

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    Ich glaube eher das mein Freund einen Teil dazu beigetragen hat, die ES wieder auszulösen (er macht oft Witze darüber das ich jetzt Fett bin, gibt mir das Gefühl nicht mehr attraktiv zu sein und nennt moch meist Elefant/etc. Wenn er mich ansieht wenn ich nur kurze sachen trage, sieht er richtig angewiedert aus und sagt mir auch oft wie gut ich damals doch aussah. Er meinte auch, er hätte lieber eine Magersüchtige Freundin als eine Fette.. Er weiß von meiner ES und hat mir geholfen da wieder raus zu kommen.)

    Es hat sehr lange gedauert überhaupt wieder ein Hunger Gefühl zu bekommen. (ich hätte tagelang nichts essen können und hätte trotzdem kein Hunger gehabt). Aber dann habe ich mich Gesund ernährt, habe ab und zu nur noch Sport gemacht und habe auch wieder Angefangen süße Sachen zu trinken und zu trinken (Cola/Fanta/etc.).

    Es war mir schon wichtig Gesund zu werden, vor allem wegen meinem Freund. Er hat mir oft gesagt das er mit einer Magersüchtigen nicht zusammen sein will, also habe ich alles dafür getan das zu ändern.

    Ich dachte die ES wäre besiegt, weil ich wieder normal essen konnte, also normale Portionen 3 mal am Tag. Ich habe mich nicht mehr so Fett gefühlt wenn ich in den Spiegel gesehen habe, konnte auch eine Pizza essen ohne mich schlecht zu fühlen und habe mich irgendwie.. befreit gefühlt.
     
  5. Member

    Juni

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    Dabei seit 5. Juni 2010
    Es macht mich traurig zu lesen, dass du Angst hast, einen Freund zu verlieren, der dich so furchtbar behandelt. Realisierst du, dass das das grausam ist, oder findest du es in Ordnung?
    Für mich klingt das nach einer sehr ungesunden Beziehung mit einem unreifen Partner, der dein mangelndes Selbstwertgefühl gegen dich verwendet.

    Ich wundere mich immer wieder, wie es solche Männer schaffen, Frauen so abhängig von ihnen zu machen. Ich denke ich würde mit so jemandem nicht zusammen sein wollen, war aber zum Glück noch nie in einer missbrauchenden Beziehung (abusive relationship auf Deutsch? - mir fällt gerade kein anderes Wort ein), weshalb ich mir darüber kein Urteil erlauben möchte. Für jemanden wie mich stellt sich da einfach die Frage "Warum bist du denn noch mit ihm zusammen?", aber ich weiß dass das für Betroffene oft nicht so einfach ist, wie es von außen aussieht.

    Das Ding ist halt, dass solche Verhältnis die Essstörung natürlich begünstigen.

    Widerspricht sich das nicht mit seinen verletzenden Kommentaren? Inwiefern hat er dir aus der ES geholfen?
     
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  6. Mississippi

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    Hallo Help,

    also ich bin der Meinung, dass man vollständig von der Krankheit geheilt werden kann. Ich kenne einige Mädchen, denen das gelungen ist. Absolute Voraussetzung scheint jedoch zu sein, dass man es WIRKLICH will.
    Du hast ja erwähnt, dass du dir nicht ganz sicher bist, ob du schon bereit bist, die Krankheit vollständig aufzugeben. Wenn das der Fall ist, versuch dich nicht durch deine Familie/deinen Freund unter Druck setzen zu lassen, denn letztendlich macht der Kampf gegen die Essstörung nur dann Sinn, wenn du es für dich tust. Andernfalls wirst du immer wieder in alte Verhaltensmuster zurückkehren.
    Also, gib dir Zeit, setz dich nicht selbst unter Druck. Vielleicht kannst du dir ja überlegen, für was es sich lohnen würde, gesund zu bleiben. Was dich motiviert, und dir hilft, ein freieres Leben zu führen. Du könntest dir ja auch eine Liste machen und die Dinge aufschreiben...
    hoffe ich konnte Dir ein Wenig weiterhelfen...
    Viele Grüße
     
  7. Gast

    help

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    Mir ist bewusst das ich abhängig von ihm bin.. Das ist aber eine etwas kompliziertere Sache..

    Als wir uns kennenlernten war er ein komplett anderer Mensch, ich war zu dem Zeitpunkt schon sehr in die ES gefallen. Er hat mir Mut gemacht, hat gesagt das wir das zusammen schaffen, er war der einzige Mensch den ich je kennengelernt habe, der mir wirklich zugehört hat und mir helfen wollte. Er hat mir gesagt wie schön ich bin und das sich das nicht ändern würde wenn ich zunehme. Im Gegenteil, er hat gesagt es würde mich noch attraktiver machen. Er hat mich dazu ermutigt mehr zu essen und wenn ich es nicht konnte hat er versucht mich zu überreden. Dadurch habe ich dann sehr langsam wieder angefangen mehr zu essen, dadurch hat er mir geholfen.

    Er hat sich mit der Zeit aber sehr verändert, so das sich das Blatt jetzt gewendet hat und er mich wegen meinen Gewicht fertig macht..
     
  8. Gast

    help

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    Das mit der Liste ist eine gute Idee, danke Mississippi :)
    Mal sehen was mir so einfällt..
     
  9. Mississippi

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    Das freut mich liebe Help, wenn ich dir da weiterhelfen konnte :)
    Das mit deinem Freund klingt nach einer komplizierten Sache... Auch wenn das jetzt vielleicht schwierig klingt, vielleicht könntest du ihn ja mal auf seine Verhaltensänderung ansprechen? Du könntest ihn fragen, warum er seine Meinung diesbezüglich so verändert hat.. Ich weiß, dass sowas immer schwierig ist, aber es scheint, als ob es da eine Art ,, unausgesprochenen Konflikt" gibt, der irgendwie existiert, über den aber nicht gesprochen wird. Und da es dir ja im Moment ganz offensichtlich nicht super gut geht, wäre das vielleicht wichtig mal anzusprechen. Ich meine damit, dass eine Beziehung doch dafür da ist, dass man sich gegenseitig unterstützt und zusammenhält und dass man sich Dinge erzählen kann, die einen bedrücken oder beschäftigen...
     
  10. Gast

    help

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    Unsere Beziehung ist ein bisschen anders Mississippi..
    Ich habe ihn anfangs öfter gesagt das es mich verletzt wenn er sowas sagt, er antwortete darauf jedoch immer, dass wenn ich das nicht abkann, Schluss machen muss. Also habe ich irgendwann aufgehört das zu sagen, um ihn nicht zu verlieren.. Ich weiß wie dumm das ist, es ist aber alles ziemlich kompliziert.
    Ich habe ihm auch öfter gesagt (in dieser Woche) das es mir nicht gut geht, er geht aber gar nicht drauf ein und wenn ich versuche mit ihm darüber zu reden wie es mir geht will er nichts davon wissen.. Wir hatten vor ein paar Minuten fast einen Streit über WhatsApp, ich habe aber schnell geschrieben, dass ich auch so schon genug stress habe und steit nicht gebrauchen kann, er hat dann nur "gute nacht" geschrieben (was er nur tut wenn er sauer ist). Ich habe einfach damit drauf geantwortet das ich gar nicht erst versuche nach zu fragen. Nach ein paar Minuten habe ich ihm dann geschrieben das es mir leid tut und habe ihm auch gesagt das es mir die ganze Woche nicht gerade gut ging, er hat nicht nach gefragt oder sonst was. Das einzige was er dazu gesagt hat war "Ist ja gut, ich hab nicht damit angefangen". danach war er auch direkt wieder offline.. Naja, was soll man machen..
     
  11. Mississippi

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    Liebe Help...
    Mir ist an deiner letzten Nachricht aufgefallen, dass du dich bei deinem Freund offensichtlich dafür entschuldigt hast, dass es dir nicht gut geht... Ich glaube das ist so mit das Letzte für was man sich entschuldigen muss. Gefühle kann man nicht beeinflussen, die sind einfach da, und wenn es grade schwierig ist, dann ist das eben so und es wäre schön wenn du es dir wert wärst, dich auch anzunehmen, wenn es dir nicht gut geht... Ich will mich überhaupt nicht in diese ganze Sache zwischen dir und deinem Freund einmischen, sondern nur erreichen, dass es dir möglichst bald besser geht, aber vielleicht denkst du da mal drüber nach...
    Und hast du in deinem Umfeld noch andere Personen mit denen du sprechen und die dich unterstützen könnten? Also ich hab die Erfahrung gemacht, dass es gaanz ganz viel hilft eine Person im Umfeld zu haben, der man sich anvertrauen kann. Und wenn das bei dir nicht dein Freund ist, dann vielleicht eine Freundin? Jemand aus der Familie? Sonstige Bekannte, ein Arzt oder Therapeut ?
     
  12. Member

    Juni

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    986
    158
    Dabei seit 5. Juni 2010
    Was gibt dir die Beziehung zu deinem Freund denn aktuell, dass du so daran festhältst?

    Leider sieht es für mich so aus, als würde die jetzige Situation die ES eher begünstigen - auch wenn es am Anfang vllt. mal anders war.

    Du kannst wahrscheinlich nachvollziehen, dass wir uns aufgrund deiner Schilderungen fragen, warum du überhaupt mit ihm zusammen bist.

    Da du zu diesem Thema so viel über eure Beziehung schreibst, scheint es als hätte diese einen starken Einfluss auf dein Essverhalten und vor allem auf dein Selbstwertgefühl.
     
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