Kohlehydrate oder Fett....oder verbotene Lebensmittel

Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von Lovis, 24. Juni 2018.

  1. Gast

    Lovis

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    Hallo ihr Lieben,
    Mich würde mal brennend interessieren, wie Ihr Euer Essen so bewertet. Ist es jeden Tag gleich oder zum Beispiel stimmungsabhängig? Ich bin seit vielen Jahren Vegetarier und ein wichtiger Grund dafür war, dass das die Auswahlmöglichkeiten für Lebensmittel deutlich einschränkt. Ich bin oft von der Fülle an Produkten im Supermarkt erschlagen. Für meine Familie einzukaufen ist kein Problem, aber wenn es mir psychisch nicht so gut geht, dann schrumpft die Liste an erlaubten Sachen drastisch. Das ist fast wie ein Barometer für meine Innenwelt. Ich mache gerade eine ambulante Traumatherapie ( tue so, als wäre alles wie immer) und habe große Probleme mit meiner ES. Ich hasse ko.... ( darf ich sicher so nicht schreiben aber ich habe kein positives, harmloses Wort dafür) und versuche ,es zu umgehen. Das heisst für mich momentan aber auch, dass komplexe Lebensmittel, Gekochtes, Brot......... gar nicht gehen. Ich muss am Wochenende frühstücken, sonst würde es auffallen. Das landet natürlich in der Kanalisation. Ansonsten halte ich mich gerade an rohes Obst und Gemüse. Das ist safe.
    Es kommt einem manchmal so albern vor, dass man mit Lebensmitteln Probleme hat. Ich habe auch leider seit Jahren keinen Kontakt mit anderen ESlern und der Austausch fehlt mir sehr.
    LG
     
  2. Member

    10gradminus

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    Dabei seit 16. Juli 2017
    Ich denke, du darfst das durchaus ausschreiben, lässt sich eben nicht so gut beschönigen (vomieren fällt mir noch ein, aber auch nicht so der Bringer).
    Ich kann verstehen, dass du Lebensmittel meidest, die bei dir negativ besetzt sind, aber letztendlich führt zu wenig Essen auch zum Fressanfall, also wäre es sicher hilfreich, auch deine Liste mit verbotenen Lebensmitteln abzuarbeiten und sie nicht einfach zu vermeiden. Sagt sich leicht, ich weiß, aber es wäre auf jeden Fall wünschenswert.

    Ich esse vegan, was bei mir aber wenig mit der Essstörung zu tun hat, eher aus ethischen und pragmatischen Gründen, Vegetarierin bin ich seit ca. 15 Jahren und als dann die Laktoseintoleranz dazukam, war der Schritt zur veganen Ernährung nicht mehr groß.
    Bezogen auf den Titel: Ich hatte schon immer eher ein Problem mit Fetten, Kohlenhydrate habe ich deutlich mehr gegessen, auch in den rein anorektischen Zeiten. Ansonsten richtet sich die Essensauswahl bei mir stark nach dem Preis, weil ich einfach zu viele Fressanfälle habe und dementsprechend sehr günstig einkaufen muss.
     
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  3. Gast

    Lovis

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    Zum Glück sind meine FA's keine in diesem Sinne. Eher normales Essen,welches in meinem Kopf zu viel Platz einnimmt. Mit der Liste hast Du recht nur leider wird die No-Go Liste gerade wieder länger. Danke auch für die ausführliche Antwort. Vegan würde für mich wahrscheinlich nicht funktionieren....Käseliebhaberin....aber momentan gibt's auch den eher selten.Aber es sind auch anstrengende Zeiten gerade. Deswegen wundert mich das nicht.
     
  4. Paintbrushesinmyhair

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    32 Jahre alt
    Dabei seit 1. Juli 2018
    Stimmt. Meine Therapeutin meckert sogar, wenn ich versuche, schönere Umschreibungen dafür zu finden.

    Ich glaube, so richtig verbotene Lebensmittel gibt es heute bei mir nicht mehr. Oder wenigstens nicht in dem Ausmaß. Früher hab ich je nach Phase auf Kalorien geschaut oder darauf, ob ich es gut auskotzen kann, oder nicht. Eine Weile habe ich auch LM ausgespuckt, aber irgendwie war das für mich immer unbefriedigend. Erbrechen und Hungern hatten für mich häufig einen ähnlich entlastenden Effekt wie Selbstverletzung... aber ich schweife gerade ab.

    Das Problem mit dem Geld wegen Essanfällen oder auch wegen LM, die ich gekauft, aber dann schlicht nicht gegessen habe, kenne ich leider auch. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Kohle in den Jahren im Klo oder Müll gelandet ist.
     
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  5. Member

    herzblut-

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    22 Jahre alt
    Dabei seit 30. April 2018
    Ich hab nie gekotzt. ich habs damals mal versucht, aber für mich als absolut inakzeptabel verbucht - wenigstens irgendwas das gut gelaufen ist damals .. hätte auch in ne andere Richtung schweifen können.
    Dennoch wars bei mir so, dass ich, wenn ich beispielsweise auf bestimmte Süßigkeiten Lust hatte, nur auf diesen herumgekaut und sie ausgespuckt habe, weil ich genau wusste, dass meine Befriedigung hinter dem Geschmack und nicht im Gefühl im Magen steckt.
    Meine Auseinandersetzung damit, was ich da eigentlich mit wertvollen Lebensmitteln anstelle, hat mich dann tatsächlich dazu gebracht, dies zu lassen - natürlich hat mich das damals enorm viel Überwindung gekostet und ich hab erstmal gar nichts mehr gegessen, aber ich hatte zumindest keine Schuldgefühle mehr, weil ich sie unachtsam weggeworfen habe.

    Verbotene Lebensmittel gab es bei mir noch nie .. Wenn ich mir extrem kalorienhaltiges eingebildet habe, dann hab ich dementsprechend eben den restlichen Tag oder daraufhin gehungert ..
     
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