Opheliac's Secret

Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von Opheliac, 10. Januar 2015.

  1. ehemaliges Mitglied

    Opheliac

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    Dabei seit 1. November 2014
    Die Angst hatte ich auch und habe sie immer noch.
    Die Vorstellung mein Kind so zu verkorksen, wie meine Eltern mich verkorkst haben, wird immer da sein.
    Aber der Austausch mit besagtem Mitglied hat mir viel Angst und Sorgen genommen.
    Ich verstehe jetzt, dass man auch mit ES eine gute Mutter sein und seine Kinder liebevollen erziehen kann.

    Ach ja ich gerate auch schnell ins off-topic *ohoh*
     
  2. Member

    Eule

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    32 Jahre alt
    Dabei seit 11. Februar 2015
    Hier bin ich <3

    Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, war ich noch zu naiv um meine eigenen Probleme anzugehen, die zahlreich vorhanden waren. Ich hatte nicht die Kraft oder den Mut meine Süchte zu bekämpfen. Ich bin so froh, dass mein Sohn gesund auf die Welt gekommen ist und er sich zu einem prächtigen Jungen entwickelt hat.

    Als ich mit meiner Tochter schwanger wurde, hatte ich die Kraft und den richtigen Partner, der mir geholfen hat mich mit meinen Problemen auseinander zusetzen. Aber ich bin erst einmal die wirklich wichtigen Probleme angegangen und habe es verdrängt, dass irgendwas mit meinem Essverhalten nicht stimmt. Das habe ich einfach vorher noch nicht so gesehen, da ich aus den unterschiedlichsten Gründen (die nichts im öffentlichen Bereich zu suchen haben) des öfteren mehrere Tage nichts gegessen habe und dann halt nach einigen Tagen richtig viel "gefressen" hatte. Das ist durch die Tage an denen ich nix gegessen habe auch nicht weiter ins Gewicht gefallen.

    Als ich dann Schwanger war bin ich diesem Grundproblem angegangen, aber die Fressanfälle häuften sich, es wurde immer mehr und immer unkontrollierter. Ich schob das natürlich auf die Schwangerschaft.

    So entwickelte sich mein Essverhalten zu einer BED. Aber auch davor hatte ich Probleme mit übertriebenen Diäten und krassen Gewichtsschwankungen. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr zweifle ich daran das sich meine Essstörung erst in der Schwangerschaft entwickelt habe.

    Aber was wichtig ist, Kinder haben von Natur aus ein besonders einfühlsames Wesen. Es ist wichtig immer auf die Probleme des Kindes einzugehen und ihm alles zu erklären. Was mir wichtig ist, sind gemeinsame Mahlzeiten. Ich schaue auch, dass ich mir immer wenigstens morgens Kaffee nehme und zu den anderen Mahlzeiten mir einen Teller nehme. So denke ich, lässt es sich vor den Kindern ein wenig verschleiern. Meine Kinder haben auch ein gutes Verständnis für eine gesunde und ausgewogene Ernährung und essen eigentlich mit Genuss.

    Ich denke, wenn eine Bulimie- Erkrankte sich erbricht, wird sie nicht vor Ihrem Kind fressen und erbrechen, sondern es zu den Zeiten machen, in denen ihr Kind schläft / im Kindergarten oder in der Schule ist. Ich denke wirklich nicht, dass es zu einem schwerwiegenden Problem wird.

    Schwieriger stelle ich es mir mit Magersucht vor, was soll man machen, wenn man nicht mal mehr dem Kind zuliebe essen kann? Da hilft nur reden und es wenigsten zu versuchen sich das Gemüse zu nehmen. Wenn man einem Kind erklärt, welch schlimme Krankheit es ist, wird es das wahrscheinlich auch als das was es ist ansehen - eine ernst zunehmende Krankheit.

    Trotzdem denke ich, dass eine Therapie eigentlich die einzig wahre Lösung ist, aber zu einer Therapie muss man selber bereit sein. Für sich selber.

    Ich denke, dass es gerade Müttern mit Essstörungen wichtig ist, dass sie ihren Kinder ihren von Natur aus richtigen Appetit nicht kaputtmachen. Aber wie es dann wirklich ist, in einer akuten Anorexie, dass weiß ich nicht.
     
  3. Gast

    Leananshee

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    Dazu gab es gerade vor ein-, zwei Wochen eine interessante Fallbesprechung auf meiner Arbeitsstelle. Es handelte sich um eine anorektische Schwangere, die allerdings wegen anderer Faktoren bei uns in Behandlung war. In der Besprechung drehte es sich vor allem darum, wie die Pflegekräfte damit umgehen sollten und welche Aufgaben sie in einem solchen Fall haben. Eigentlich alle fühlten sich sehr unsicher und hilflos.

    Ich habe diese Frau leider nicht persönlich getroffen und kann daher nur die Erzählungen aus der Besprechung teilen. Diese Frau litt wohl schon seit Jahren unter ihrer Anorexie, war deutlich im Untergewicht. Ihr war bewusst, dass sie krank war, allerdings lehnte sie eine Therapie zu diesem Zeitpunkt ab. Sie war jedoch ganz freiwillig bereit, sich als letzte Möglichkeit sondieren zu lassen.

    Ich selbst kann mir nur schwer vorstellen, wie sich das anfühlen muss, da ich auch keine Mutter bin und im Teufelskreis zwischen der Krankheit und der Gesundheit meiner Kinder gefangen. Umso beachtlicher finde ich ihren Vorschlag. Diese Art der "Zwangsernährung" stelle ich mir grässlich vor und habe riesigen Respekt vor ihr, denn wie schwer muss ihr das trotz aller Sorge um das Kind fallen?

    Ich denke, Kinder sind eine gute Chance, sich des Problems bewusst zu werden und vielleicht sogar zu gesunden - oder zumindest stabiler zu werden. Und gerade Kinder sind ja noch nicht so vorurteilsbelastet wie Erwachsene, mit denen man seine Geschichte teilt. Ich habe den Eindruck, sie können "abstruse und unnormale Dinge" noch eher akzeptieren, weil Kinderlogik einfach anders funktioniert - ohne, dass sie sich die Verhaltensmuster automatisch übernehmen, wenn man ihnen das eigene Essverhalten nicht aufzwingt. Natürlich kann es auch anders sein, aber die Hoffnung ist da.


    Zurück zum ursprünglichen Post möchte ich noch sagen, dass ich ihn wunderbar geschrieben finde, sofern man das so nennen kann. Will sagen, es ist so eindrücklich, dass es Gänsehaut macht...habe mich darin völlig wieder gefunden.

    Liebe grüße,
    Leananshee
     
  4. Probezeit nicht bestanden

    Anouk

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    Dabei seit 14. Juli 2015
    Liebe MoniEule,
    vielen Dank, dass du deine Erfahrungen teilst!*wop-rose* Es macht wirklich Hoffnung zu hören, dass deine Kinder ein entspanntes Verhältnis zum Essen haben!
    Ich denke auch, dass Kinder ziemlich einfühlsam sind und oft vielmehr mitbekommen als man als Erwachsener vielleicht denkt. Zum Beispiel erinnere ich mich gut daran, dass meine Mutter immer "nur" Kaffee gefrühstückt hat und auch bei den anderen Mahlzeiten weitgehend verzichtet hat - meist mit den Worten "ich habe beim Kochen schon soviel genascht".

    Ich kann mir vorstellen, dass diese Erklärungen für ein Kind in Ordnung sind - es sei denn, die Mutter übt zum Beispiel starken Druck auf das Kind aus, dass es immer aufessen muss etc. Dann geht das Natürliche dabei verloren. Wenn (Essens-)Regeln plötzlich nur für die Kinder gelten, kann das in einer Trotzphase oder in der Pubertät bestimmt zu Diskussionen führen.

    Wie du sagst, ist es wahrscheinlich letztlich am wichtigsten, dass man gemeinsam entspannt um den Tisch sitzt.

    Puh, als Mama eine Balance und die richtigen Worte gegenüber dem Kind oder Teenie zu finden, stelle ich mir wirklich schwer vor - erst recht wenn man seinen eigenen Instinkten vielleicht nicht ganz traut.
     
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  5. schwanenfeder

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    Danke für deine Offenheit, Opheliac! - Ich möchte auf deinen Eingangspost eingehen...

    "Brauche ich noch mehr? Was, wenn es nicht reicht?"

    --> Insbesondere der Gedanke hat mich bei meinen letzten Essanfällen verfolgt. Die letzten waren sehr gezielte. Ich hatte NUR Lust auf Schokolade und Kekse. NUR auf das, auf nichts anderes. Ich konnte einfach nicht genug davon kriegen. Und immer wieder stand ich im Supermarkt vor der Frage: Wird das reichen? Was, wenn meine Lust danach nicht befriedigt ist und ich nach dem Akt nochmal los muss? Hast du denn schonmal die Erfahrung gemacht, dass es nicht gereicht hat? - Im Endeffekt muss ich nämlich sagen, dass es mir noch nie passiert ist und das versuche ich mir immer in dem Moment reinzuhämmern - was natürlich nicht funktioniert...

    "Ich brauche meinen Fix, wie der Junkie sein Heroin"

    --> Ich finde diese Abhängigkeit schrecklich :\ Man tut in diesen Momenten Dinge, die man nicht will, die man später bereut, für die man sich schämt. Ich hab anfangen zu klauen. In den Supermärkten. Wurde auch einmal erwischt.Ich hab angefangen, wahllos Sachen zu verkaufen... Klamotten, Dekosachen, Möbelstücke, um an Geld zu kommen.... hatte zeitweise drei Nebenjobs.... Ich hab sogar aus Mülltonnen gegessen, als ich mein Konto überzogen hatte und nicht mehr wusste, wo ich Essen herbekommen sollte :\ Es ist tatsächlich wie eine Drogenabhängigkeit - man tut in dem Moment einfach ALLES dafür. Was ich damit sagen will bzw. warum ich das schreibe: Du bist definitiv nicht allein.... und auch ich muss mich oft beherrschen, nicht schon im Supermarkt die Packungen aufzureißen und vor Ort anfangen zu essen....
    Falls ich mal mit dem Auto unterwegs bin und dann schon nen FA starte, esse ich während der Fahrt schon. Sehr gefährliche Sache, ich hätte deshalb schon ein paar Mal fast nen Unfall gebaut.

    Das sind einfach alles Gründe, sich jeden Morgen dafür zu entscheiden, neu anzufangen und es WIEDER zu probieren, den Tag ANDERS anzugehen! Und vor allem nach einem Rückfall - zumindest zu VERSUCHEN - nicht in eine Selbsthassschleife zu geraten, sondern das abzuhaken und versuchen, wieder einigermaßen Stabilität zu bekommen....
     
  6. Gast

    BlackSun

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    Liebe Opheliac,

    kurz musste ich Schlucken. Dein Text hat meine schlimme Zeit der ES widergespiegelt.
    Diese Kombination aus Druck, Raffgier und Scham ist 'tödlich'

    Ich weiß nicht, woran es liegt: An der Industrie, die uns verführt oder sind wir Menschen 'einfach zu schwach', um dieser Verführung zu widerstehen?!
    Manchmal verzweifle ich an dieser Frage.

    Wenn man es ganz faktisch sieht: Dann kotzen wir etwas aus, was mehr an Bedeutung hat als das Essen an sich. Nur ist es oftmals zu schmerzlich sich dessen bewusst zu werden (oh, ich drohe abzurutschen und zu platt zu werden o.O)

    Ich finde es bewundernswert, wie sachlich du eine so schreckliche Situatin schildern kannst und es erschreckt mich zugleich.

    Liebe Grüße
    BlackSun
     
  7. schwanenfeder

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    Ich glaube nicht, dass man der Industrie die "Schuld" daran geben kann... und ich finde es auch gefährlich, den Menschen also "Opfer" dieser oder als "zu schwach" zu sehen, wenn er dieser widersteht. Essen gehört nun einmal zum Leben..... auch wenn wir das nicht wollen..... und die "Schuld" - wenn es denn überhaupt eine gibt - einer Essstörung bei der Essensindustrie zu suchen.... ich weiß nicht... das find ich nen falschen Ansatz... sie tun ihren Job. Und da draußen gibt es viele Menschen, die damit umgehen können. Und einige, die es eben nicht können - wie wir. Weil wir irgendwas nicht verarbeiten können und das dann mit Essen, Nicht-Essen, Zu-viel-Essen, Kotzen zu regulieren versuchen.... aber daran ändert die Industrie nichts... oder die Werbung... oder sonst irgendwer... das hat mehr zu tun mit Erfahrungen, mit Gefühlen, die sich irgendwann entwickelt haben und evtl. verletzt wurden.... mit Prägungen, die seit der Kindheit bestehen und Sätzen, an die wir glauben und die evtl. falsch sind, aber die wir einfach nicht aus unserm Hirn bekommen.... und die uns immer wieder reinreißen in diesen Strudel.... klar kann da ein neues Produkt, das wir unbedingt probieren wollen, ein Trigger sein - aber gegen den gibt es Strategien... die Industrie ist nicht die Ursache einer Essstörung... (ja ich weiß, dass ES nur in Überflussgesellschaften vorkommen, den Aspekt hab ich bedacht ^^)

    - Dies ist keine Kritik an dich BlackSun ;) und das ist auch kein Diskussionspost. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass es nichts bringt, irgendwo die "Schuld" zu suchen.... das verbittert doch irgendwie nur.... Schuld ist niemand. Und jede Essstörung ist doch so individuell, dass die Ursachen immer nur in der eigenen Geschichte gesucht werden können... -
     
  8. ehemaliges Mitglied

    Opheliac

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    Dabei seit 1. November 2014
    Hallo Schwanenfeder :)

    Ja das ist mir tatsächlich schon passiert.
    Nicht in einer Sitzung, aber nach dem Erbrechen wollte ich weitermachen, nur war nichts mehr da.
    Außerdem war es schon nach 20 Uhr, die Geschäfte hatten geschlossen und ich konnte keinen Nachschub holen.
    Das hat mich wirklich ganz verrückt gemacht und ich wollte nie wieder in der Situation sein, Fressen zu wollen und nichts da zu haben.
    Naja in der Situation bin ich trotzdem regelmäßig, aber die Erfahrung hat mein Einkaufverhalten geprägt.

    Das sind sehr motivierende Worte.
    Leider bin ich zur Zeit an einem Punkt, an dem ich nicht einmal mehr versuche, etwas zu ändern.
    Es ist mir nahezu "egal", ich bin es leid gegen etwas anzukämpfen, wenn ich sowieso verlieren werde.
    Es hat schon vor längerer Zeit angefangen, aber so richtig schlimm wurde es in der Klausurzeit.
    Im Endeffekt hatte ich die Wahl zwischen, den ganzen Tag nichts anderes tun, als gegen den Fressdruck anzukämpfen, oder ihm nachgeben und wenigstens den Rest des Tages für die Prüfungen lernen.
    Das klingt nach einer Ausrede und vielleicht ist es auch eine, aber seitdem lasse ich mich wortwörtlich einfach nur noch gehen.


    Hallo BlackSun ^^

    Ich gebe der Industrie eine große Mitschuld, natürlich ist sie nicht die Ursache für die Entstehung einer ES, aber sie bietet einen perfekten Nährboden.
    Man muss sich nur das Adipositas Problem vor Augen führen, wenn ich mich nicht täusche sind 1/3 aller US Bürger krankhaft übergewichtig.
    Unsere Gesellschaft ist von Widersprüchen geprägt, glorifiziertes Konsumverhalten und Enthaltsamkeit und Verzicht als Zeichen von Erfolg und Stärke.
    So wird man also permanent mit Werbung berieselt und soll ihr gleichzeitig widerstehen.
    Essen gibt es im Überangebot und Schlankheit ist das allgemeine Schönheitsideal.

    Man kann dem Marketing, den Fast Food Ketten, den Models und Designern usw. nicht die Alleinschlud geben, aber ich denke wir hätten viele Möglichkeiten, ein Ventil zu suchen, uns auf anderen Wegen zu zerstören, doch wir wählen eine ES, was die Gegensätze der Gesellschaft wiederspiegelt, in der wir leben.

    Dazu hat aber jeder eine andere Meinung ;)
     
  9. schwanenfeder

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    Das ist wirklich schrecklich, ich kann dir nachfühlen... ich fang dann oft an, wie wild von verschiedenen Lieferservices zu bestellen... das ist der Nachteil, wenn man in der Stadt wohnt... oder eben zum Döner/Subway/Chinesen/... um die Ecke... die haben dann noch bis 11 offen.... und das wird dann meist echt teuer...


    Ich finde nicht, dass es nach einer Ausrede klingt... eher nach einem Resignieren, nach Kraftlosigkeit... und ich kann es absolut verstehen, dass es besonders in so einer Stress-Phase wie in der Prüfungszeit schnell dazu kommt, dass man dem Druck nachkommt, um dann den Kopf frei zu haben. So läuft das bei mir auch... und so hab ichs erstaunlicherweise zu nem bombenmäßigen Bachelor geschafft....
    Mhhh.... aber so langfristig gesehen... so für nach der Prüfungszeit... wenn die Hochstressphase vorbei ist... meinst du, es wäre für dich möglich, dass du versuchst, dieses Kämpfen zu lassen, wenn du weißt, dass du sowieso verlieren wirst? Wenn du versuchst, "einfach" loszulassen für ne Zeit? Ich weiß, das klingt erstmal paradox - wie? das Fressen auch noch akzeptieren? - aber mir hat es tatsächlich ne Zeit lang geholfen..... der Satz "es darf sein, weil es in dem Moment ein Gefühl ist, das mir was sagen will"..... und zack - die Anfälle waren für ne Zeit sogar weg..... wenn du magst, kann ich dir auch genauer schreiben, wie ich das meine, wills hier nur nicht genauer ausführen, um hier nicht rumzuspamen... ^^ und ich weiß, es klingt für dich jetzt sicher sehr abstrus und du denkst sicher, ich hab nen Vogel ;) aber ich meine es wirklich nur gut und ich glaub einfach dran, dass auch DU wieder nen Schritt weiter raus kannst aus der Spirale... und wenns nur n kleiner is...

    - Ich mag hier übrigens gar nicht so möchtegern-therapeutisch reden oder so.... ich mag nur nicht nur schreiben "ja das geht mir genauso etc", sondern auch was mir geholfen hat, es vielleicht anders zu machen.... versteht ihr? Also das bitte nicht falsch verstehen.... nur weil solche "Besserungsvorschläge" schreibe, heißt es nicht, dass "ichs besser weiß"... es sind nur ganz ganz lieb gemeinte Ratschläge, die ich aus Erfahrung gebe.... fernab von irgendeinem pseudotherapeutischem Gelaber von "du musst einfach nur essen" blabla....
     
  10. Gast

    BlackSun

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    Liebe Schwanenfeder,
    ich sehe deine Worte nicht als Kritik an.
    Ich meinte nur die Nischen, die sich jeder Hersteller sucht.
    Sei es nun mit 0-Kallorien-Versprechungen oder den Light-Versprechungen oder der jetzt wohl aktuellen (oder auch nicht mehr?) Stevia-Welle.
    Das die Industrie sich ständig neue Diäten ausdenkt, die nachweislich nichts bringen (außer einen Jo-Jo-Effekt) und so weiter und sofort. Von den XXL-Getränken der USA mal ganz zu schweigen.
    Das sind die Verführungen, die ich meinte.

    Ich hoffe, dass ich dieses Mal etwas klarer rüberkomme?!?!

    Liebe Grüße
    BlackSun
     
  11. Gast

    BlackSun

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    Entschuldige bitte die eventuelle Doppelt-Post. Ich habe deine Anrtwort erst gesehen, nachdem ich Schwanenfeder geantwortet hatte *schäm*


    Ich gebe der Industrie nicht allein Schuld an einer ES.
    Es liegt eher in der Familie oder im Umfeld, dass man auf den 'falschen' Pfad wandelt.
    Hinter jeder ES steckt eine traurige Geschichte....
     
  12. ehemaliges Mitglied

    Opheliac

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    Dabei seit 1. November 2014
    Oh ja das glaube ich dir.
    Meine Discounter FAs sind schon teuer, ich will gar nicht wissen, wie viel ich ausgeben würde, wenn ich Fast Food Ketten usw. in der Nähe hätte.
    Einer der wenigern Vorteile daran, dass ich abseits wohne und schlechte Einkaufsmöglichkeiten habe.
    Beim Lieferservice zu bestellen traue ich mich nicht, habe es einmal gemacht und das war so viel psychischer Stress für mich da anzurufen und dann auf den Lieferanten zu warten, dass mir sogar die Lust aufs Essen vergangen ist ^^

    Das blöde ist eben, dass die Prüfungszeit vorbeigeht, aber das Essverhalten bleibt.
    Wenn ich nur 3 Wochen im Semester FAs hätte und sie mit den Prüfungen veschwinden würden, dann könnte man wirklich gut damit leben.
    Aber wenn der Stress weg ist, steckt man schon wieder zu tief in der Routine und der FA gehört zum Alltag.

    Ich glaube ich habe losgelassen und mich mit täglichen FAs arrangiert.
    Das erschreckende ist auch, wie wenig es mir ausmacht, dass ich mich nicht dagegen wehre.
    Dummerweise hat sich das aber schnell in eine Art BED entwickelt und ich gebe mir nicht mal mehr die Mühe, mich nach einem FA zu übergeben.
    So steigt auch mein Gewicht rasant an *rotwerd*

    Oh nein da musst du dir keinesfalls Gedanken machen.
    Ich bin immer foh über andere Sichtweisen, Ideen oder Strategien, wie man mit seiner ES umgehen kann.
    Wenn du deine Tipps mit uns teilen willst, bin ich (und mit großer Wahrscheinlichkeit auch alle anderen) sehr dankbar!
    Und die wirkst alles andere als ein besserwisserischer Pseudotherapeut.
    Eher wie jemand, der viel erlebt hat und seine Erfahrungen teilen möchte, um anderen in einer ähnlichen Situation zu helfen ;)
     
  13. UnregistriertRosella

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    Opheliac´s Secret

     
  14. UnregistriertRosella

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    Opheliac´s Secret

    liebe Opheliac, dein Beitrag hat mich echt berührt. Wie ehrlich! Dazu gehört sehr viel Mut. Aber es ist genau so, wie du es beschrieben hast. Und all die guten "Tips" aus dem sogenqannten Notfallkoffer, die man mitbekommt aus der Klinik helfen Zuhause nicht. L.G. Rosella
     
  15. Lou
    Gast

    Lou

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    Liebe Opheliac,
    Ich möchte dir meinen ganzen Respekt aussprechen. Der Text ist sehr berührend. Ich finde es sehr mutig dass du hier einen Einblick in dein "Privates" gewährst.
    Liebe Grüße
    Lou
     
  16. abgemeldet

    Sookie_Stackhouse

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    Dabei seit 26. Dezember 2015
    So wahr...
    Der Text hätte von mir kommen können. Als ich früher mich noch extrem viel übergeben habe wog ich manchmal sogar die Nahrung davor ab und "kotzte" in eine Tüte um es danach zu überprüfen...

    Es ist so krass was wir alles in uns rein stopfen bei so einem FA.
    Manchmal dachte ich darüber nach dass andere Menschen verhungern und ich Essen in mich rein stopfe und es danach unverdaut wieder auskotze.
    Das ist schon irgendwo nicht fair, aber was ist schon fair?
     
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  17. Ehemaliges Mitglied

    Faithful.Lullaby

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    Dabei seit 26. Dezember 2015
    Daran denke ich auch oft
    Aber es hält mich keineswegs davon ab - es verstärkt nur den Selbsthass
     
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