Wenn es "die" FatBurner-Pille gäbe ...

Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von weakling, 22. März 2011.

  1. ehemaliges Mitglied

    weakling

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    Dabei seit 4. Januar 2011
    Wenn es "die" FatBurner-Pille gäbe, alle Leute also ganz leicht schlank sein könnten, gäbe es dann noch Essstörungen? Welche Störung hätten wie dann stattdessen?
    Ich glaube, ich würde geizig, extrem sparsam ... sozusagen "Konsum-magersüchtig". Ich würde mein Geld sammeln, wie ich jetzt abgespeckte Kilos sammele.
     
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  2. ehemaliges Mitglied

    Lindsay

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    Dabei seit 14. Mai 2009
    Naja..ich denke, wenn jeder schlank sein könnte, gäbe es andere Attribute für Schönheit und Perfektion. Evtl. würde dann mehr Wert auf Bildung etc. gelegt werden....

    PS: Ich würde sie nehmen :D
     
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  3. Member

    Nariam

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    35 Jahre alt
    Dabei seit 28. Januar 2011
    Ich wäre mir gar nicht so sicher ob ich sie nehmen würde... Dann bin ich dünn und dann? Was soll ich dann mit mir anfangen? Ich weiß nicht, mir geht es bei der ES ja nicht nur ums Gewicht, sondern vor Allem um Kontrolle, Einfluss haben, mich 'auskotzen' halt auch das ganze Drumrum, auch wenn es überwiegend Quälerei ist..
     
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  4. ehemaliges Mitglied

    weakling

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    Dabei seit 4. Januar 2011
    Ich glaube, mir geht es doch in allererster Linie um das Gewicht bzw. um die Zahlen. Dünn bin ich jetzt aber ich will immer wieder eine kleinere Zahl. Darum dachte ich auch, dass das Sammeln von irgendetwas anderm z.B. Geld mir vielleicht eine Art von Befriedigung verschaffen würde. Trotzdem ist es natürlich etwas anderes, weil mit Essen, mit Nahrungsmittel so viele andere Dinge und Emotionen verbunden sind.

    Im übrigen würde man sicherlich denken, du hättest einen Spleen, wenn du nicht dünn wärst. Wahrscheinlich gäbe es einen noch stärkeren Zwang zum Dünnsein, weil es ja jeder leicht erreichen kann. Dicksein wäre ein Zeichen von Individualität oder würde sogar als Anpassungsverweigerung gesehen. Vielleicht würde ich auch suchthaft dick werden ... adipös :;shock;:
     
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  5. Gast

    Wildthinks

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    Top Poster des Monats

    Andere Frage: Kann man denn nicht magersüchtig werden, 'nur' weil jemand die Wunderpille bezüglich des Gewichts erfunden hat? Das Dünnsein an sich ist doch auch nicht der einzige Grund für eine Essstörung - und wenn eine ES im frühen Kindesalter anfängt, denkt sich das Kind wahrscheinlicher weniger, dass es eine Fatburnerpille gibt.
    Mag sein, dass möglicherweise andere Dinge wieder wichtiger werden würden - doch wenn ich so zusehe, denke ich, reguliert sich so etwas auch wieder von selbst. Es kommt wohl immer darauf an, was 'exklusiv' ist, derzeit ist es das Dünnsein, da Dicksein zu einfach ist. Im Mittelalter war es Dicksein, denn dafür brauchte man Geld und mit Geld war man angesehen. Ein gesundes Mittelmaß liegt uns wohl nicht so im Kopf *grübel*

    Dem kann ich mich da nur sehr anschließen!
    Ich würde solch eine Pille wohl ebenso nicht nehmen, da meine Essstörung nicht auf dem Dünnsein und dem Aussehen an sich aufbaut - sondern viel eher darum, irgendwo eine Kontrolle zu haben. Und selbst wenn ich sie nehmen würde, würde ich immer noch etwas kompensieren müssen.

    @weakling: Finde ich interessant, wie du eine Sucht quasi durch eine andere ersetzen willst (oder habe ich das falsch verstanden?). ich glaube, so einfach funktioniert das nicht, hast du aber schon festgestellt - vorsichtig solltest du aber dennoch sein, da es dann eher passieren kann, dass du noch zusätzlich in eine neue Sucht reinrutscht!
     
  6. ehemaliges Mitglied

    squirrelwirrel

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    Dabei seit 17. März 2011
    Ich würde diese Pille auf jeden Fall nehmen^^...da würd ich nicht lange nachdenken....allerdings arbeiten ja solche Pillen quasi von alleine, wahrscheinlich würde ich mir dann Vorwürfe machen, dass ich ja nichts dazu beigetragen habe und würde sehr wahrscheinlich trotzdem weniger essen. Rational wäre ich dann nicht, aber bin ich ja jetzt auch nicht, meine Esstörung ist nichts was ich ablegen kann, ich bin total abhängig davon. ich frage mich gerade, ob eine Sucht auch rational sein kann? Zum Beispiel...Gibt es ja Krebskranke, die aufgrund der Schmerzen (gegen die Schmerzen) dann Marijuana illegal rauchen und sie werden abhängig davon. Dann hätte man sich rational zu der Sucht entschieden. Öhm, zumindest in der Theorie^^
     
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  7. ehemaliges Mitglied

    Lindsay

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    Dabei seit 14. Mai 2009
    Ich hab meine ES mit 14 bekommen weil ich dünn und schön sein wollte. Zumindest sind das oberflächlich gesehen die Gründe. Kann sein dass es da noch anderes im Unterbewusstsein gab, aber ich würde lügen, wenn ich behauptete es ginge mir nicht in erster Linie um die Optik.

    Ich glaube ich wäre mehr als Happy, wenn ich irgendwann so aussehen würde, wie ich es mir wünsche. Ich wär auchd er Typ, der das genießen kann.
     
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  8. Gast

    Wildthinks

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    Top Poster des Monats

    Ich glaube kaum, dass sich jemand rational für eine Sucht entscheidet. Ich glaube eher, man sucht Linderung, Kompensation... So mag das anfangs durchaus rational sein oder wirken, aber wenn es sich zu einer wirklichen Sucht entwickelt, dann... eher weniger, dann wird's sehr irrational.
    Beispiel dazu mögen Abhängigkeiten von Medikamenten sein, ich bleibe mal bei Schmerzmedikamenten: Anfangs bekommt man sie vom Arzt verschrieben oder probiert sie mal aus, hat alles einen praktischen Nutzen, da man Schmerzen hat, die einen im Alltag behindern würden (Wer Migräne hat, versteht mich :D). Nur irgendwann sinkt auch automatisch die Hemmschwelle, man nimmt sie eher, sie helfen doch. Und so nimmt man immer mehr und mehr, bis man sie wirklich braucht, ohne dass man wirkliche Schmerzen hat! Sie tun eben gut. Fing sehr rational an, wurde dann aber ad absurdum geführt.

    Irgendwie so denke ich mir das immer (:
     
  9. ehemaliges Mitglied

    Pearl

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    Dabei seit 3. Dezember 2010
    Ganz genau, ich denke auch, dass wenn jeder die Möglichkeit hat dünn zu sein, weil jeder an diese Pille käme, dann wäre das gar nicht mehr so erstrebenswert, zumindest grundsätzlich. Ob es die Magersucht abschaffen würde bezweifel ich stark, weil eine Magersucht oder generell eine ES dafür viel zu komplex ist, als dass man sagen würde, gut dann werd ich jetzt dick oder so.
    Ich persönlich wüsste nicht wie ich dann weiter machen sollte wenn ich dadurch dünn werden würde um ehrlich zu sein.
     
  10. ehemaliges Mitglied

    weakling

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    Dabei seit 4. Januar 2011
    Da hast du vielleicht gar nicht so unrecht. Manchmal denke ich, ich würde vielleicht saufen, wenn ich nicht hungern würde.
    Für mich ist das Abnehmen wie eine Droge, die ich besonders in Krisenzeiten stärker "konsumiere". Ich mache das Abnehmen dann mehr oder weniger bewusst zum wichtigsten in meinem Leben und habe dadurch tatsächlich ein wenig das Gefühl irgend eine Kontrolle, eine Einflussnahme zu haben. Außerdem lenke ich mich durch das ständige Denken ans Abnehmen, durch das Planen meiner Nahrungsaufnahme, durch den Sport etc. von meinen Gefühlen, Ängsten und Sorgen ab. Aber warum bin ich gerade auf das Abnehmen süchtig geworden? Vielleicht einfach, weil es funktioniert und zwar besser als Alkohol und billiger als Heroin.
    Aber da ich, Sucht hin oder her, schlank sein will (darum habe ich ja überhaupt erst angefangen abzunehmen), würde ich diese Pille nehmen. Doch wie du bräuchte ich dann etwas anderes zum Kompensieren, irgendetwas anderes, was ich zum Wichtigsten in meinem Leben machen könnte. *frag*
    Ich bitte darum, mich jetzt nicht auf das Geschriebene festzulegen denn das sind noch völlig unausgegorene Gedanken :worryy:
     
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  11. ehemaliges Mitglied

    Lilienne

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    Dabei seit 20. Dezember 2010
    Denke das kommt drauf an, was so in deinem Unterbewusstsein vor sich geht.

    Ein Kind, das von Anfang an mitbekam, wie die Eltern ständig saufen und dadurch desöfteren im KH lagen und das Kind nie verstand warum, aber Angst um die Eltern hatte und dazu eine Flasche Bier im Hinterkopf gespeichert hat wird wohl erstmal lange Angst vor dem Alkohol haben und dadurch eine andere Sucht entwickeln (bis es dann verstanden hat, was genau abging, dann könnte irgendwann der Alk dazu kommen).
    Ich z.B. hab mir die ES "ausgesucht" weil ich immer mit Essensentzug bestraft wurde, also tat ich es dann "bewusst" weiter.
    Oder wenn ein Kind sehr traurig ist (mag es nur sein, weil ein Ausflug abgesagt wurde) und es hat sich während des Weinens irgendwo geschnitten, speicherte es das Unterbewusstsein, dass das ablenkt. Sobald dieses Kind aus irgendwelchen Gründen eine Sucht entwickelt, kann es sehr wahrscheinlich passieren, dass es mit dem Ritzen anfängt.

    Das klingt jetzt alles so einfach dahergestellt, natürlich spielen noch sehr viele andere Faktoren eine Rolle, aber sollten nur ganz einfache Beispiele sein, warum diese Sucht und nicht eine andere. Das Unterbewusstsein speichert echt jeden Scheiß, was man gar nicht glaubt.

    Ich würde die Pille auch nehmen. Ich will auch dünn sein, aber dann brauche ich auch eine neue Sucht denke ich. Von der ES heilen würde sie mich nie. Ich könnte trotzdem nicht normal essen.
    Zumal, wenn es diese Pille geben würde, würden wir vllt schön dünn sein, aber ich glaube, dann hätten wir uns jetzt schon zu Tode gehungert, denn viel wäre an uns mit der Pille ja nicht mehr dran gewesen.
     
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  12. ehemaliges Mitglied

    weakling

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    Dabei seit 4. Januar 2011
    Die Leute würden dann nicht mehr sagen "Iss mehr!" sondern "Nimm weniger Pillen!" Dünnsein wäre dann kein Zeichen mehr von Stärke. Mit Dünnsein könnte man nicht mehr Aufmerksamkeit oder Zuwendung erlangen. Wer zu dünn wäre, wäre in den Augen anderer "einfach nur blöde".
     
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  13. ehemaliges Mitglied

    crimson.butterfly

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    Dabei seit 12. Oktober 2009
    Ich denke... wenn es so eine Pille gäbe.. ich würde sie zwar nehmen.
    Aber ich hätte immer noch eine Essstörung.. ganz einfach weil es mir nicht nur ums abnehmen geht (zwar zum großteil auch damit ich einfach nicht mehr das Gefühl habe in meinen Klamotten zu ersticken) sondern auch darum geht das ich meine Gefühle, die ich einfach nicht auf gesunde Art und Weise unter Kontrolle bringe, irgendwie so wieder "unter Kontrolle" bekomme.

    Schätzungsweise würde ich verdammt tief in die Bulimie zurückrutschen wenn ich nicht mehr Gefahr laufe das ich dadurch zunehme. Denn so traurig es ist... das zunehmen ist eigentlich der einzige Grund warum ich WIRKLICH mit dem kotzen aufhören möchte.. die Gesundheit ist irgendwie... nur zu sehr Nebensache.
     
  14. Gast

    Assur

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    Top Poster des Monats

    Ich glaube ich würde sie nehmen. Ich finde man hat ganz einfach ein komplett anderes Körpergefühl. Bei mir zumindest machen 10 kilo mehr oder weniger eine Welt aus. Außerdem hätte ich den Kopf dann frei für andere Sachen. Überlegt doch: ein Tag an dem der erste Gedanke nicht ist: "wenn du jetzt in die Küche gehst, dann isst nichts! Nichtmal einen Apfel!"! Heaven! Natürlich fehlt dann auch das hmm... ich nenne es mal meditative am Nicht-Essen. Man kann sich (oder andere) nicht mehr damit bestrafen. Vielleicht würde ich dann etwas anderes statt dessen tun. Irgendetwas, das man nicht gleich sieht.
     
  15. ehemaliges Mitglied

    weakling

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    Dabei seit 4. Januar 2011
    Das haupsächlich befriedigende an den FAs ist für mich das Essen. Kotzen tue ich eigentlich nur, um die Kalos wieder los zu werden. Ich würde also, gäbe diese Pille, essen, essen, essen ... alles was ich will (was für eine herrliche Vorstellung :worryy:) und hinterher haufenweise Pillen einwerfen. Wenn ich dann irgendwann mal begriffen hätte, dass ich für den Rest meines Lebens alles essen kann, was ich möchte, könnte es passieren, dass ich gar nicht mehr so verfressen wäre.
    Um meinen inneren Leidensdruck bei Problemen loszuwerden bzw. zu überlagern bräuchte ich dann allerdings auch etwas anderes.
     
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  16. ehemaliges Mitglied

    Enjay

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    Dabei seit 11. März 2011
    Erstmal finde ich die Gedankengänge alle sehr gut.
    Ich selber würde die Pille vielleicht nehmen, da ich ein Mensch bin, der sich sehr schnell anpasst. Aber meine Probleme sind dadudrch ja nicht weg. Ich würde trotzdem versuchen irgendwie meinen "Unmut" aufzuzeigen. Momentan tu ich es durch stetiges abnehmen und zunehmen aber wenn das Ideal wäre, schlank zu sein, wüsste ich jetzt nicht, ob ich meinen "Unmut" nicht durch Dicksein zeigen würde. Ich weiß es wirklich nicht. Ich würde mir auf jeden Fall etwas anderes suchen, um mich abzuheben. Ob es nun die Figur ist, bleibt dahingestellt.
    Denke ich weiter und sehe von den oberflächlichen Gedanken des "Schönseins" ab, geht es mir von allen Dingen um die Kotrolle. Mit der Pille wüsste ich nicht, was in meinm Körper vor sich geht, wie er sich verschmalert und was genau passiere. Darum würde ich wohl doch eher die Pille verweigern.
    Ich würde mich wohl ständig hin und her ebtscheiden und wüsste garnicht, was ich tun sollte. Ein wirkliches Dilemma.
     
  17. Gast

    Kate

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    Top Poster des Monats

    Das ist genau das, was ich beim Durchlesen eurer Beiträge gedacht habe. Die ES lenkt von dem Stress und den Krisen im Alltag ab, dadurch dass ich dem Essen/Nichtessen so viel Aufmerksamkeit zukommen lasse, erscheint der Rest nicht mehr ganz so gewaltig.
    Ich würde die Pille auch nehmen, denn schließlich will ich dünn sein. Aber ich bin mir so wie ihr recht sicher, dass meine ES davon nicht weggehen würde. Aber vielleicht würde es etwas einfacher werden.
    Falls die ES doch weggehen sollte (weil ich essen kann was ich will, und dadurch vielleicht keine FAs mehr habe - denn vielleicht kommen die FAs ja tatsächlich davon, dass man sich immer alles verbietet), dann bin ich mir ziemlich sicher, dass ich eine andere Sucht entwickeln würde. Wahrscheinlich Alkohol, da muss ich sowieso aufpassen...
     
  18. Gast

    Serpentina

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    Top Poster des Monats

    Interessante Frage. Ich glaube, man müsste echt unterscheiden. Wer schon vor Einführung dieser Pille essgestört ist, würde damit vermutlich nicht so leicht wieder aufhören.
    Aber man könnte die Situation ja ein bisschen mit dem Zustand in armen Ländern vergleichen, wo die Leute alle zuwenig essen. Da wird ja dann keiner essgestört, oder zumindest nicht so viele, dass man davon schon mal was gehört hat.
    Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, dass traumatisierte Mädchen durchaus auch in diesen Ländern noch weniger essen als der Durchschnitt es tut. Ich glaube bloß nicht, dass es da auch Bulimie gibt.
    So eine Pille könnte also durchaus präventiv wirken. Allerdings wäre ja das Essensangebot immer noch da. Ich könnte mir also vorstellen, dass dann viele Leute so eine Art "Pillenbulimie" entwickeln würden, sprich, nicht mehr kotzen oder hungern, aber dafür die Fressattacken mit reichlich Pillen kompensieren.
    Wäre denn die Pille kostenlos? Sonst gäbe es wieder ein Reichtumsgefälle und man würde den nicht so Schlanken direkt ansehen, dass sie sich so etwas nicht leisten können.
    Und wenn man damit Essen kompensiert, würde sie dann auch die Nebenwirkungen von übermäßigem Essen, wie Blähbauch und Wassereinlagerungen, kompensieren?
    Und würde sie Körperschemastörungen wegzaubern? Würden die Menschen sehen, dass sie dünn sind?
    Fragen über Fragen.

    Eben. Genauso etwas habe ich mich in meiner Vorstellung ja auch gefragt. Jetzt habe ich ja einen Grund, mir Mühe zu geben, mit der Bulimie aufzuhören und das durch hungern zu ersetzen, aber was, wenn ich dünn wäre und keinen Grund habe, zu hungern? Ich habe ja auch jetzt schon ein bisschen Angst davor, was, wenn ich irgendwann mein Wunschgewicht erreiche, was soll ich dann machen? Das Problem wird ja durch so eine Pille nur verstärkt.
    Abgesehen davon, dass Hungern mir auch irgendwie ein High-Gefühl gibt. Ich weiß nicht, ob das auch noch so wäre, wenn ich es monatelang mache, aber so nach einer Fressphase schüttet es vergleichsweise sehr viel mehr Glückshormone aus.

    Ich auch nicht. Keinen Grund mehr zum Hungern, wenn ich ja gar nicht sagen kann, ich brauche das.
    Jetzt habe ich ja Bulimie, ich bin nicht dünn, aber ich kann mir immerhin immer sagen, ok, das ändert sich irgendwann. Ich habe eine Richtung, die rational bisher noch in Ordnung ist, aber wenn ich so ein Idealgewicht habe, was soll ich dann machen? Mich bemühen, normal zu essen? Und wohin dann mit meinen Gefühlen, meinem Stress? Wieder zunehmen, damit ich das Ganze nochmal durchziehen kann? Pille zwischendurch immer wieder absetzen, damit ich mich selber noch einmal so wie vorher wahrnehmen kann?

    Kann ich nur zustimmen. Ich habe ja sowieso Bulimie und keine Magersucht, und wenn ich es einfach laufen lasse, dann halte ich mein Gewicht ungefähr. Also würde ich wahrscheinlich diese Pille nehmen, um bis auf mein Traumgewicht zu kommen, und dann würde ich so weitermachen wie gehabt.

    Ja, das könnte ja auch diese Ersatzsucht sein, essen statt hungern. Essen befriedigt ja auch in gewissem Sinn und schüttet auch irgendwelche Endorphine aus, die süßen und fettigen Sachen ja besonders.
    Obwohl es auch irgendwie ein bisschen seinen Reiz verlieren würde, gäbe es kein Risiko mehr. Der Reiz, heimlich mit dem Verbotenem zu spielen.
     
  19. ehemaliges Mitglied

    weakling

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    Dabei seit 4. Januar 2011
    Wow, du hast dich ja intensiv mit der Frage beschäftigt. :)
    ich denke, eine Auswirkung würde so eine Pille bestimmt haben. Nämlich dass die meisten Leute kaum mehr einen Gedanken an ihr Gewicht verschwenden würden.
    Und ja, man könnte mit so einer Pille natürlich die FAs kompensieren und noch dazu wäre sie total billig, jeder könnte sie sich leisten. :)

    Außerdem glaube ich, die Nahrungmittelindustrie hätte enorme Zuwächse zu verzeichnen denn die Leute könnten ja so viel essen wie sie wollen und müssten sich nicht wegen der Kalorien mäßigen.
     
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  20. Member

    Nariam

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    35 Jahre alt
    Dabei seit 28. Januar 2011
    Je mehr ich drüber nachdenke, desto sicherer werde ich mir, dass ich nicht will, dass es diese Pille gäbe!
    Es könnte sie sich eben jeder leisten und dünn sein wäre nichts Besonderes. Dann bin ich dünn und dann? Es fällt keiner Sau wirklich auf und ich wüsste nicht wie es dann weitergehen sollte. Dick werden? Nein danke. Mit dieser Pille würden alle mehr oder weniger dieselbe Figur haben und ich denke zu meiner ES gehört es eben auch, dass ich mich von der Masse abheben will. Ich will mit Dünnsein auffallen, weil es eben eine Menge Disziplin, Willen und Stärke braucht um so weit zu kommen. Gäbe es diese Pille wäre dem nicht mehr so. Was sollte ich dann machen? Die FAs wären dann zwar nicht mehr schlimm und ich könnte mir weiter die Probleme 'wegfressen', aber dieser Aspekt des 'Besonderen' würde eben wegfallen.
     
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