Wo fängt das Krank-Sein an?

Dieses Thema im Forum "Diskussionen" wurde erstellt von Besucher, 23. Februar 2009.

  1. Gast

    Besucher

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    Top Poster des Monats

    Hallo an alle hier,
    mein Name ist Maike und ich habe gerade im Fernsehen etwas gesehen was mein Interesse so sehr geweckt hat dass ich nach Pro-Ana-Seiten gegoogelt habe und auf eure Seite gestoßen bin. Nicht falsch verstehen, ich finde diese Krankheiten schrecklich und empfinde Mitleid und Anerkennung für Menschen die Unter diesen Krnakheiten leiden. Mitleid, weil es mit sicherheit nicht gerade die Schönste Art ist sein Leben zu genießen, Anererkennung weil ihr so unglaublich Diszipliniert seit. Nur halt leider in der falschen Spate des Lebens (Ich hoffe wird jetzt nicht falsch verstanden/interpretiert).
    Jedenfalls wird ja auch immer wieder betont dass viele glauben, ihnen passiert das nicht, sie haben alles unter kontrolle, sie nehmen zwar schnell viel ab, hungern kontrolliert oder ähnliches, sehen aber nicht ein dass sie bereits krank sind. Oder erkennen es (noch) nicht. Oder wissen es insgeheim und reden sich die Situation schön. Jedenfalls musste ich kurz über mich selber nachdenken. Denn auch ich glaube nicht wirklich daran dass ich an einer ES jemals erkranken könnte. Denn einerseits bin ich leicht übergewichtig, also nicht dick aber mollig. Zum anderen esse ich sehr gerne, habe aber gleichteitig angst weiter zuzunehmen.
    Meine Frage ist bloß, also wenn ihr so offen seit, wie ihr das bei euch seht. Wann glaubt ihr, hat es bei euch angefangen und wann erst habt ihr verstanden dass ihr krank seit? Ich habe auch schon öfter mal nach einem deftigen Essen den Gedanken gehabt: jetzt einfach mal alles auskotzen.... Oder einen Tag gefastet weil ich dachte: oh, man jetzt hast du gestern so reingehauen, da hättest du ne woche von satt werden können.... Aber ist nicht fast jeder Mench bemüht gut auszusehen und hat nicht fast jedes Mädchen ab 13 Jahren erfahrung mit Diäten? Was ist "normal" und wann fängt die Krankheit an?
    Meine Cousine war auch mal Bulimiesüchtig, aber ich hab nicht so den Draht und Kontackt zu ihr dass ich mich trauen würde sie darüber mal auszufragen. Ist auch nur mal interessehalber, ich will mit Sicherheit keine Ana werden!

    Bye, Maike
     
  2. ehemaliges Mitglied

    so-jealous

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    Dabei seit 8. Oktober 2008
    AW: Wo fängt das Krank-Sein an?

    Oh mann...

    Du willst mit Sicherheit keine Ana werden? Na da bin ich aber beruhigt!

    Weißt du.. Eine Essstörung sucht man sich nicht aus. Man kann nicht einfach sagen "So, jetzt werd ich Ana".

    Bei allen Essgestörten die wirklich krank sind, fängt alles schlechend an.
    Du hast das schon gut erkannt.
    Womit es bei mir began?
    Naja, langsam weniger essen.. Etwas mehr Sprot. Ist ja gesund! Heut mal keine Tiefkühlpizza.. Oh die Hose rutscht. Aber sieht ja immernoch so aus... Also noch weniger essen. Nochmehr Sport. Abends im Bett SitUps. Aber hab ja alles unter Kontrolle. Geburtstag mit Buffet? Neee... Ich bin krank! Neue Hosen kaufen... Aber ist ja alles unter Kontrolle.
    Wann ich gemerkt hab, dass ich nix unter Kontrolle hab?
    Als ich im Sport weggeklappt bin. Nachdem ich Tagelang nix gegessen hatte. Und danach WOLLTE, aber nicht konnte.
    Leider streckt man an dem Punkt wo es bewusst wird meißt schon so tief drin, dass man allein nicht mehr raus kommt.

    Hätte ich damals gewusst wo das Ganze hinführt, hätte ich was getan als ich noch konnte.
     
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  3. ehemaliges Mitglied

    nemesis

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    47 Jahre alt
    Dabei seit 23. April 2007
    AW: Wo fängt das Krank-Sein an?

    Es grenzt schon fast an Ironie, was so ein TV-Beitrag alles bewirken kann und das Traurige ist, sie erreichen damit genau das Gegenteil.
    Es ist keine Abschreckung - nein.
    Denn spätestens heute Abend haben wir wieder einen Haufen von Bewerbungen vorliegen, von denen, wenn überhaupt, eine zum Gespräch eingeladen wird.
    Nur mal so viel zum Thema TV-Berichte.
    Andererseits können wir so auch ein wenig Aufklärung bieten, wenn sich Gäste bei uns darüber informieren wollen, so wie du.

    WIe so-jealous bereits geschrieben hat, sucht sich keiner seine ES aus.
    Zudem gibt es auch eine Menge verschiedene Arten von ES, wobei einige fast alle durchleben.
    Aber nun zu deiner Frage, woran du merkst, daß du ES bist.
    Du bist ES, wenn du merkst, daß Nichtsessen zum Zwang wird.
    Du siehst dir eine Mahlzeit an und überlegst schon, wieviele kalos oder Fett darin enthalten sind und vllt auch, wie du es am schnellsten wieder los wirst, wenn du das jetzt ißt.
    Du bist ES wenn dir das Essen mit anderen schwer fällt, weil du dich dafür schämst überhaupt was essen zu müssen.
    Du bist ES, wenn du der Meinung bist, das eine Packung AFMs dich dazu bringen, dich wohler zu fühlen (auch wenn sie das nicht tun und dich nur kaputt machen).
    Es gibt sehr sehr viele Anzeichen dafür, aber das sollte als kleiner Auszug reichen.

    Liebe Grüße
    nemesis :th_mini023:
     
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  4. Spirit

    Smera

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    515
    153
    Dabei seit 14. Mai 2006
    #4 Smera, 23. Februar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2010
    AW: Wo fängt das Krank-Sein an?

    Es gibt sicher Menschen, die glauben, sich mal kurz für eine Weile eine ES "anzuschaffen" um überflüssige Pfunde abzunehmen und planen danach einfach wieder damit aufzuhören. Sie sehen einen Boulevard-Beitrag im TV und googeln sofort mal fleissig nach Pro Ana. "Das ist es!", denken sie sich und saugen jeden Müll der teilweise auf Blogs und Foren verzapft wird in sich auf. Sie versuchen nach perversen Geboten zu leben und werden in irgendeinem Forum aufgenommen, das von einem 14-jährigen Mädel geführt wird, das selbst keine Ahnung hat was es da tut. Gegenseitig pushen sie sich immer mehr in eine ernsthafte Essstörung. Das Ende vom Lied ist meist eine Krankheit mit der man sein Leben lang zu kämpfen hat oder der langsam eintretende Tod.
    Gratulation!
    Und all dies nur, weil man anfangs ein bisschen neugierig war und die Disziplin dieser "Pro Anas" bewundert hat. Die Medien können stolz auf sich sein, denn nun können sie wieder über ein junges Mädchen berichten, das sich zu Tode gehungert hat.

    Ich glaube gerade während der Pubertät und auch danach setzen sich vor allem junge Mädchen und Frauen verstärkt mit ihrem Körper auseinander. Der Wunsch nach gutem Aussehen, der Wunsch nach mehr Zuneigung der Eltern, nach Aufmerksamkeit... familiäre Probleme, Depressionen, soziale Probleme... vieles kann zu einer ES führen. Ich denke, dass junge Menschen im Alter zwischen sagen wir 12 und 19 gefährdet sind.
    Es ist auch wichtig zu begreifen, dass es eben meist nicht der Wunsch nach gutem Aussehen und Modelmaßen ist, der junge Mädchen in die Essstörung treibt, sondern vieles in einer kaputten Psyche begründet liegt.
     
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  5. Gast

    Besucher

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    Top Poster des Monats

    AW: Wo fängt das Krank-Sein an?

    Ich danke für eure ersten Antworten.
    Und ich wünsche euch allen einen erfolgreichen Therapie-Abschluß und ein "relativ normales" und damit auch zwangsloseres Leben. Ich finde eure Seite hier echt Vorbildlich und hübsch eingerichtet.

    Bye, Maike
     
  6. ehemaliges Mitglied

    micky

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    33 Jahre alt
    Dabei seit 14. Januar 2009
    AW: Wo fängt das Krank-Sein an?

    Danke dir!!:932::932::th_mini023:
     
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  7. ehemaliges Mitglied

    nemesis

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    1
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    47 Jahre alt
    Dabei seit 23. April 2007
    AW: Wo fängt das Krank-Sein an?

    Vielen Dank auch dir Maike, für deinen Beitrag :10:
     
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  8. ehemaliges Mitglied

    Jade

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    30 Jahre alt
    Dabei seit 15. November 2007
    AW: Wo fängt das Krank-Sein an?

    Dankeschön das ist lieb. Ich wünschte mehr junge Mädchen würden so denken wie du, und nicht gleich euphorisch werden sich eine ES anzuschaffen. Wenn solche Medienbeiträge zum nachdenken anregen ist das gut. Nur leider wird oft genau das Gegenteil bezweckt.
    Alles gute wünsch ich dir!
     
  9. Gast

    Emily

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    Top Poster des Monats

    Der letzte Beitrag is jetzt schon lang her ... aber ich will auch noch meinen Senf dazugeben ^^

    Also ich finde es erschreckend, dass so viele junge Mädchen auf solche Seiten kommen, und total diesem Wahn verfallen... sich denken: wow die ganzen Tipps und Tricks sind sooo geil und der ganze Lifestyle.... das ist es einfach, ... lern gesetzte auswendig und hunger dich in ne richtige ES rein... Solche richtigen Pro ana Seiten gehören ja alle geschlossen! ... das is eine Anleitung zum KRANK werden! ...


    Das finde ich echt nicht gut! ....
     
  10. ehemaliges Mitglied

    Zaubermaus

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    Dabei seit 1. Februar 2010
    Ich finde das eh total blöde wenn da irgendwelche Kiddies ankommen und jetzt einen auf Magersucht bzw pro ana machen wollen, am Ende geben sie es eh auf oder verfallen so sehr in den Wahn dass sie wirklich so sind , das ist echt beschissen!!!
    Oder die, die so tuhn es aber nicht sind und es ganz genau wissen kotzen mich an ... Es ist nicht cool eine Ana zu sein..irgendwann werden sie dies auch zu spüren bekommen und denn ist da nichts mehr zum lachen oder zum angeben..
    Ich selbst war 5Jahre Magersüchtig...dachte ich habs gepackt hab "Sie " losgelassen..naja toll jetzt hab ich Bulimie..auch net wirklch klasse , aber ich versuch mit zu leben...
     
  11. Unregistriert

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    Top Poster des Monats

    hey ihr lieben. ich bin Confundida..habe mich vorhin beworben.
    ich fand die frage sehr interessant und hat mich interessiert, was darauf so geantwortet wird. ich kann dem nichts weiter hinzufügen, es wurde soweit alles erwähnt. eine sache fehlt aber noch (wenn ich es überlesen habe bei jemandem tut mir leid)....die selbstwahrnehmung ist gestört. es ist kein witz, man sieht sich wirklich dicker als man ist. hätte man mir das früher erzählt, hätte ich den jenigen ausgelacht. ich hätte mich gefragt, ob man denn so blind sein kann, man muss doch sehen wie man aussieht. tut man aber nicht.
    ich hab da vllt eine kleine story für euch, die mir allerdings jedes mal passiert, nur diesesmal wurde ich direkt von einer verkäuferin angesprochen:

    vor kurzem war ich mir eine hose kaufen. die größte größe die es gab war ne 36. ich hab mir die hose angeschaut und dachte mir so "oh mein gott viel zu klein, so schmal bin ich niemals, aber ich probiere sie an, zur not passt sie wenn ich nochmal 3 kilo runter habe" ... ich hab sie angezogen, aber sie rutschte gleich wieder runter. ich dachte mir, die haben die größe verwechselt. haben bestimmt ein falsches schild reingehangen. ich hab die hose zurück getan und die verkäuferin kam und fragte welche größe ich denn probiert habe. ich hab ihr erzählt, dass ich ne 36 genommen haben, aber bestimmt ein falsches schild drinne hängt, denn sie ist mir gerutscht. sie hat mich ganz traurig angesehen und meinte einfach nur "nimm diese größe"..es war ne 32...die sah für mich zu klein aus. ich hab sie anprobiert um ihr zu zeigen, dass sie mir zu klein ist. aber sie passte...bzw ich muss nen gürtel zu tragen. ich hab sie mir gekauft und durfte nur noch hören "du solltest dich öfter im spiegel ansehen und sehen, dass du dünn bist" ... es war nix gespielt, ich hab nie gesehen dass ich in solche größen reinpassen. jedesmal nehme ich paar nummern zu groß.
    selbst bikini kaufen mit meinem freund letztens war anstrengend. ich hab ne M genommen und mein freund gibt mir ne XS ... dreimal kannste raten welche größe ich dachte, die mir passt und welche wirklich passte...
     
  12. ehemaliges Mitglied

    Eowyn

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    Dabei seit 12. April 2010
    #12 Eowyn, 26. Mai 2010
    Lasted edited by : 26. Mai 2010
    Die verschobene Selbstwahrnehmung ist etwas was mich sehr traurig macht. Ich selbst hatte jahrelang eine supertolle Figur und fand mich fett.

    Als ich nach meiner Schwangerschaft krank wurde bin ich wirklich fett geworden und als ich nach einer Weile alte Fotos angeschaut habe konnte ich es gar nicht glauben wie toll ich ausgesehen habe. Und ich dachte nur "oh mein Gott und das hast Du selbst gar nicht bemerkt"

    Das versuche ich mir jetzt immer wieder ins Gedächtnis zu rufen wo ich dabei bin wieder in diese Gewichtsregion zu kommen. Damit ich dann endlich meine tolle Figur auch genießen kann und den Drang noch mehr abzunehmen widerstehen kann.

    Das perfide an der ES ist, daß man gar nicht bemerkt wann die Krankheit beginnt. Es kann ein schleichender Prozess sein oder ein Ereignis daß Dich beeinflußt und irgendwann hast nicht nur Du Dein Essverhalten im Griff, sonder die ES hat Dich im Griff. Das hat überhaupt nichts mit Disziplin zu tun, denn wenn wir hier einfach alle "nur" disziplinierte Mädels wären, könnten wir normal essen, ohne zu hungern, zu fressen oder zu kotzen.
     
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  13. ehemaliges Mitglied

    Aurora1

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    30 Jahre alt
    Dabei seit 14. März 2010
    #13 Aurora1, 27. Mai 2010
    Lasted edited by : 5. Juni 2010
    Die ES versucht den eigenen Geist den eigenen Körper zu überlisten, was sie beim Körper auch oft schafft... Aber irgendwann schlägt der Körper zurück und wehrt sich, was natürlich ist, aber für jeden essgestörten Menschen ein Albtraum.

    KEIN normaler Mensch kann sich vorstellen was für ein Gefühl es für Mädchen/Frauen und auch Männer wie uns ist, wenn wir auch "nur" 2 oder 3 kg zunehmen... Niemand kann sich vorstellen was es überhaupt heißt so ein Leben zu führen und täglich gegen den eigenen Körper kämpfen zu müssen und oft Niederlagen einstecken zu müssen.

    Und das Beste daran ist noch, dass die meisten Menschen denken, dass wir nur oberflächlich seien und unsere ES jederzeit ausschalten könnten, wenn wir es nur wollen würden. - Als ob. :ochnee:

    Wir durchleben die Hölle, aber trotzdem leben wir irgendwie gern in ihr... Es ist kaum zu beschreiben.

    Für mich beginnt das Krank-Sein auch ab dem Augenblick, indem die ES den Alltag, das Leben und den eigenen Körper bzw. auch die Seele in gewissermaßen, also die Psyche, komplett beherrscht. Sie beherrscht die Gedanken und nimmt einem vieles, wenn nicht sogar alles, wie es bei mir der Fall war. Sie war dann das Einzige, woran ich mich noch festhalten konnte, um nicht in den Abgrund zu stürzen.

    Das mit der gestörten Selbstwahrnehmung hab ich jetzt auch erlebt, vor allem weil ich vorher immer steif und fest behauptet hatte, dass ich keine gestörtes Selbstwahrnehmungsbild hätte und nie die Kontrolle übers Abnehmen verlieren würde.
    Wenn mir Menschen sagen, dass ich dünn sei, fühl ich mich nur verarscht und würde am Liebsten schreiend davonlaufen. Ich seh es nicht. Ich bemerke an mir selber auch kaum noch Unterschiede, ich sehe sie nur auf der Waage und dementsprechend fühle ich mich dann auch.
    Sobald ich wieder eine niedrigere Zahl sehe, fühle ich mich auch dünner und sobald sie in die Höhe geht, fühle ich mich aufgequollen und fett, obwohl ich genau weiß, dass ich Normalgewicht habe und Konfektionsgröße 34 trage.
     
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  14. ehemaliges Mitglied

    crimson.butterfly

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    Dabei seit 12. Oktober 2009
    Da hast du recht... kein Mensch kann verstehen das 1 Kilo mehr oder weniger unseren restlichen Tag beherrschen kann. Die "Normalen" sagen sich "ach was, morgen ist das wieder weg. Ist ja kein Drama. Was ist schon ein Kilo?"

    Wenn ich ein Kilo mehr auf der Waage habe.. Oder überhaupt.. 500 gramm mehr (ich runde dann immer gerne auf und ab in Gedanken darum wirds ab 500 gramm schon böse..) dann ist das die hölle.. ich überlege, analysiere was ich gestern alles wann gegessen habe, was ich getrunken habe, ob ich vllt etwas mehr sport hätte machen sollen. Mich lässt das dann den ganzen Tag nicht mehr los und ich versuche ums verrecken es besser zu machen als gestern. Selbst wenn ich am Tag zuvor nix gegessen habe und es vllt nur daran liegt das meine Periode bald kommt..

    Ich hasse es wirklich IMMER nur ans Essen zu denken. Das in meinem Kopf nix andres mehr Platz hat ausser den GEdanken wie ich die nächsten Stnden durchhalten soll wo doch in der Küche so leckere Sachen liegen.. oder wann ich die nächsten Sportübungen mache.. und wann ich endlich wieder zufrieden sein kann mit meinem Körper. Ob das überhaupt mal so wird oder ob ich echt bis zum Ende meines Lebens diese Last trage..

    Die Waage ist der Stoff aus dem meine Alpträume gemacht sind. und Trotzdem kann ich nicht ohne sie.

    Es ist irgendwie wie du sagtest Aurora
    So ist es.. so sehr ich es auch hasse so zu sein... ich WILL es auch nicht aufgeben. ICh wüsste sonst irgendwie nichts mehr mit mir anzufangen..
     
  15. Unregistriert

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    Top Poster des Monats

    Mein Leidensgang

    Tja, wie fing es bei mir an . . .
    den Anfang wisst ihr ja (vielleicht noch ).

    Schwere Kindheit, viele schlimme Ereignisse.
    Magersucht ab meinem 13. Lebensjahr, bis ich 19 wurde (und schwanger ) und auf 45 Kilo von 166 cm runtergehungert war.
    Nach der zweiten Schwangerschaft, die ja direkt hintereinander kamen, war ich Alkohol abhängig.
    Nachdem ich hier war und mit dem Alk aufhören konnte ( ist immer noch ein Kampf ) konnte ich immer normaler essen . . . das blieb aber nur ein paar Wochen so . . . auf einmal stopfte ich alles in mich rein.

    Mein Kopf war immer noch der selbe, ich fühlte mich dick . . .was ich nun auch bin . . .
    Minderwertigkeitsgefühle plögen mich jetzt noch mehr denn je!
    Obwohl ich in Therapie bin, zieh ich mich immer noch weiter zurück, Gesellschaftsfähig bin ich schon lange nciht mehr!

    Ich begann mich zu ekeln vor mir, da ich nun offiziell Fettleibig war.
    Ich musste mich übergeben, ich ass sooo viel!
    Ich fand es nicht schlimm, ich hatte eben einfach zu viel gegessen, da wird einen nun schlecht.

    Vorgestern dämmerte es mir langsam . . .ich ass zeitweise wenig und musste mich dennoch übergeben, ich hatte das so meine Tricks entwickelt! Ich gleitete also langsam in die Bulimie rein, und find es nicht wirklich schlimm.
    Ich sollte schockiert sein, aber der Gang zum Klo ist in den wenigen Monaten so selbstverständlich geworden.
    Und ich denke, ach das geht noch nur noch ein paar Kilo.
    Aber ich weiss garnicht ob ich es noch sein lassen kann . . . wie die Alksucht . . .aber die hab ich ja auch schon nen paar Monate gemeistert. . . .

    ich weiss nicht, ich bin momentan in so nen schwebezustand . . .

    LG eure Nixe
     
  16. Dreamdancer

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    Top Poster des Monats

    Ich muss mir grad mal meine Situation von der Seele schreiben, hoffe das stört euch nicht.
    Und ich würde mich über eine Rückmeldung freuen, ich weiß nämlich nicht ob man das schon essgestört nennen kann.

    Hab das Essen schon immer als Instrument benutzt, um meine Ruhe zu haben, wenn meine Eltern was von mir wollten oder so, dann habe ich behauptet, ich hab Hunger, und möglichst viel Zeit damit verbracht. Und ich war immer ein Kind, das brav seinen Teller leeraß, galt als Vorbild für meine Cousine, die viel zu wenig essen wollte.
    War trotzdem nicht dick, weil ich viel Sport machte. Fand mich aber immer ein bisschen zu dick.
    Ok, so weit noch alles normal, das haben wohl viele Mädchen.
    Dann nach dem Abi aß ich aus Langeweile etwas zu viel, waren ja die langen Ferien. Fühlte mich aber schon nach kurzer Zeit sehr unwohl und beschloss, eine Woche zu fasten und dann Diät zu machen, bis ich mein Traumgewicht habe. Es ging mir sehr gut bei Fasten, außer dass mir meine Familie ständig reinredete, ich sollte mal endlich wieder aufhören. Das machte ich dann, war ja schon ganz zufrieden mit meiner Abnahme, nur leider kam dann der Jojo-Effekt, ich wurde noch dicker.
    Also ging ich dann doch auf richtige Diät, sehr viel Gemüse und Obst als Rohkost, und aß unbewusst immer weniger, strich mir erst das Abendessen, schummelte mich dann ums Mittagessen herum, verzichtete beim Frühstück auf mein Müsli und aß nur noch Äpfel, aber ich zählte keine Kalorien, und wenn ich am Wochenende doch mal essen musste, störte ich mich auch nicht groß daran. Es ging mir super in der Zeit, ich fand meine Figur ok, freute mich auf das Studium, es war die beste Zeit meines Lebens.
    Alle erzählten mir, was für eine tolle Figur ich hatte.
    Irgendwann hörte ich, ich sei zu dünn, und damals wollte ich einfach nur eine gute Figur haben, nicht zu dünn sein, sondern einfach gesund, und meine Wahrnehmung war ok, ich wusste, dass ich schlank war.
    Und es kam Stress dazu. Meine Freundin bot mir ständig Schokolade an, und ich nahm sie, um meinen Stress zu kompensieren. Und musste bald ständig die Schokodosis erhöhen. kaufte mir täglich selber welche. Zuerst nahm ich nicht zu, bloß nicht mehr ab, weil ich dann eben nur noch ein paar Äpfel zu der Schokolade aß.
    Dann nervte ständig meine Familie, forderte mich zum Essen auf. Und ich wollte irgendwie, dass sie weiter von mir glauben, ich bin eine gute brave Esserin, und aß wieder, und nahm zu.
    Nächste Semesterferien wieder fasten. Schokosucht blieb aber erhalten, und meine Fressanfälle wurden immer größer, ich wurde immer dicker.
    Ich bekam eine Sportsucht, um das auszugleichen.
    Ich ging immer wieder auf Radikaldiäten, und fühlte mich super dabei.
    Immer mehr verknüpfte sich das Essen mit meinen Emotionen.
    Wenig essen machte mich glücklich, vollfressen weit über meinen Bedarf betäubte allen Stress und alles. Normal essen ging immer schlechter, ekelte mich an, und reichte mir nicht.
    Wenn mir jemand was zu essen anbietet, sage ich reflexartig nein. Aber dieses Essen setzt sich in meinem Kopf fest, später bei einem Fressanfall stopfe ich es doch in mich rein.
    Ich sehne mich danach, endlich wieder fasten zu können, nur dann bin ich zufrieden, fühle mich rein. Ich will perfekt sein.
    Und ich schaffe es doch nur, wenn meine Mutter es mir "erlaubt". Ich suche also ständig nach Gründen, sie davon zu überzeugen, Magenprobleme, die Schonkost erfordern, oder eine Allergiebehandlung, wo ich alles meiden muss, oder "Heilfasten". Bin also von der Meinung meiner Mutter abhängig. Und gleichzeitig gibt sie mir das Gefühl, fett zu sein, jammert ständig rum, wie dick sie mal war, und wenn ich nachfrage, wog sie in meinem Alter viel weniger als ich.
    Und doch schaffe ich es nicht, auf eine normale Diät zu gehen, es dauert so lange, und ich bin daran gewöhnt, alles mit Essverhalten zu kompensieren, mich mit Fressen zu betäuben, also würde ich so was nicht durchhalten.
    Hungern ist was anderes, das verschafft mir soviel Euphorie, das kann ich durchhalten. Solange mir meine Mutter nicht reinredet.
    Aber ich freue mich darauf, wenn ich wieder einen Grund gefunden habe, es zu machen.
    Dann kann ich mich endlich wieder rein und perfekt fühlen, diszipliniert und kontrolliert. Weil mein Bauch so leer ist, fühle ich mich so leicht und schlank, und ich habe endlich mal Kurven, denn wenn der Bauch gefüllt ist, ist der fast so dick wie mein Arsch, und ich fühle mich dann nicht weiblich geformt. Und ich liebe das Gefühl, dann zügig jeden Tag weniger zu werden, jeden Tag eine kleinere Zahl auf der Waage zu sehen. Und ich habe dann diese Euphorie, diese Freude, die alles in meinem Alltag zum besseren wendet.
    Und doch habe ich jetzt versprochen, erstmal normal zu essen, aber es macht mich fast wahnsinnig. Ich fühle mich nach jedem Essen so fett, und ich habe nichts mehr zum kompensieren, muss mit allen Gefühlen so klar kommen. Und ich esse wieder wie früher meinen Teller leer, auch wenn ich satt bin, und fühle mich dadurch so ekelhaft unrein, dass ich meinen Frust durch lauter Süßigkeiten betäube, mich auch damit bestrafe, weil ich sie auch so ekelhaft unrein finde, und plane dabei meinen nächsten Urlaub, in dem ich weg von meiner Mutter bin, gar nichts essen kann, den ganzen Tag Fahrrad fahren kann, und endlich abnehmen, bis ich wieder schön bin.
    Und doch, ich habe auch Angst, schiebe es manchmal noch ein bisschen weiter raus mit dem Abnehmen, weil ich nicht weiß, was dann kommt. Bin ich dann zufrieden mit mir? Kann ich dann normal essen, ohne mich scheiße zu fühlen, brauche ich dann keine Fressanfälle mehr? Kann ich dann überhaupt wieder aufhören mit abnehmen? Ich habe Angst, obwohl es auch mein größter Traum ist, und auch deshalb komme ich so schwer aus dem fressen raus.
    Und doch halte ich die Fresserei im Moment nur ohne Gegenmaßnahmen aus, weil ich weiß, bald mach ich meinen ersehnten Abnehmurlaub, und dann wird alles gut. Wenn das nicht wäre, würde ich wahrscheinlich den ganzen Tag Abführmittel fressen und kotzen.
    Ich hasse diese Zerrissenheit, die mich niemals normal essen lässt, die mich abwechselnd hungern und fressen lässt, obwohl es doch gewichtsmäßig aufs selbe hinaus kommt, ich schwanke zwar um 5-10 Kilo, aber alles normalgewichtig.
    Ich weiß nicht, wie sehr meine Wahrnehmung verschoben ist, ich finde mich auf jeden Fall viel zu viel, weiß aber, dass ich in Größe 36 und manchmal auch in 34 reinpasse, greife mir auch im Laden immer das Richtige, aber auch wenn die Größen als schlank gelten, ich sehe mich nicht so. Ich sehe auf der Straße Menschen in zwei Kategorien, die, die sehr viel schlanker sind als ich, und die, die viel zu dick sind. Und ich könnte nicht sagen, ob ich auch zu den Schlanken gehöre und es nur nicht sehe, oder nicht. Meine Schwester sagt, ich bin dick, meine Freundin sagt, ich bin sehr schlank. Und ich kann es absolut nicht einschätzen.
    Manchmal denke ich, dass ich ganz normal bin und einfach nur normal essen muss, dann ist alles ok. Aber das klappt maximal drei Tage. Manchmal denke ich, dass ich fett bin und eh nix dran ändern kann und fresse einfach weiter, auch m,al 5000 Kalorien am Tag. Und manchmal denke ich, ok, da ist zuviel Fett an dir, aber wenn du mal drei Wochen oder auch vier bei deinen geliebten 400 Kalorien bleibst und dich nicht mehr von anderen ablenken lässt, dann siehst du gut aus.
    Ich bin im Moment unheimlich zerrissen, ich könnte vielleicht in Richtung Magersucht rutschen, wenn man mich allein wohnen lassen würde und ich nicht mehr fressen müsste, um es anderen recht zu machen, aber ich könnte ebensogut bei binge eating bleiben oder auch so frustiert über meine Essscheiße werden, dass es Bulimie werden könnte.
    Ich würde mich unglaublich über eine Antwort freuen, hab grad Redebedarf.
     
  17. ehemaliges Mitglied

    Apega

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    0
    0
    35 Jahre alt
    Dabei seit 5. Oktober 2009
    Ich hab jetzt nicht alles gelesen, hab heute Abend nicht mehr viel Zeit und war den ganzen Tag unterwegs.
    Aber ich werd es morgen lesen, auf jeden Fall!

    Aber eins, was für mich glasklar ist auf einen Blick:
    Wer so viel über Essen, Gewicht und Kalorien schreibt...der kompensiert mit Essen, bei dem nimmt es inadäquat großen Platz im Leben ein.
    Ja, du hast sich eine Störung des Essverhaltens.
    Aber ich bin kein Experte. Ich kann dir wenn sagen, was ich erlebt habe und gehört habe und es in einen Kontext bringen.
    Auf jeden Fall denke ich, dass bei dir was mächtig schief läuft!
     
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  18. Member

    Juni

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    1.048
    158
    Dabei seit 5. Juni 2010
    Hallo Dreamdancer,

    ohje, das klingt als würdest du dich da genau in den Teufelskreis begeben, in dem wir hier alle stecken.
    Zunächst einmal, mit einer Kleidergröße von 34-36 bist du ganz sicher nicht zu dick. Lass dir bitte nichts Gegenteiliges einreden und versuche, auch wenn du es selbst nicht siehst, das so zu akzeptieren. Rein objektiv hast du wahrscheinlich keinen Grund abzunehmen.
    Du steckst jetzt aber schon in dem Mist drin, der es dir fast unmöglich macht, normal zu essen, was bedeutet, dass du starke Gewichtsschwankungen hast. Klar, wenn du Fressanfälle hast, nimmst du zu, wenn du hungerst, wieder ab. Kennen wir alle.

    Die Frage ist: willst du das wieder raus? Willst du wirklich?
    Wie stehst du selbst zu deinem Essverhalten, das offensichtlich etwas gestört ist?
    Du schreibst am Schluss, du könntest in die Bulimie oder Magersucht rutschen. Aber von einem Versuch gesund zu werden, ist nicht die Rede.

    Herzliche Grüße
    Juni
    :schleifchen:
     
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  19. Dreamdancer

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    Top Poster des Monats

    Hmm, ich probiere ja gerade normal zu essen, seit ein paar Wochen. Meistens hat es dann doch zu Fressanfällen geführt, und vor ungefähr drei Tagen dachte ich, ich hätte die Kurve gekriegt. Aber nach dem Essen war mir meistens übel, weil es aber definitiv nicht zu viel war udn auch nicht zu wenig, denke ich mal, war das psychisch bedingt. Also habe ich einfach weitergemacht damit, aber beschlossen, wenn schon normal, dann wenigstens richtig gesund und wirklich genau so viel, dass ich satt bin. Also kein Zucker, weil ich davon eh immer FA kriege, und aufhören, sobald es genug ist. Heut mittag spürte ich dann tatsächlich das erste mal seit Jahren Sättigung, sonst war es ja immer zu viel oder zu wenig, aber mein Teller war da noch nicht leer. Und bei uns in der Familie wird immer alles aufgegessen, und ich wollte ja auch wieder familientauglich essen, statt mich immer so abzugrenzen. Also hab ich den noch leergegessen und dann noch Nachtisch, Quark mit Obst und Marmelade, und dann wars endgültig vorbei mit dem guten Normalitätsgefühl. Ich hatte zu viel gegessen und dazu noch Zucker... Und dann hab ich mir noch Lakritze geholt und Nutella, musste meinen Frust irgendwie betäuben.
    Und irgendwie bin ich nicht reif fürs normale Essen, ich hatte in den letzten Tagen, wo ich mich doch so gut ernährt hatte, schlechtere Laune als die ganze Zeit davor, wo mein Essverhalten total extrem war. So niedergeschlagen fühlte ich mich schon lange nicht mehr.
    Und ich bin ja seit meinem gestörten Verhalten eben doch dicker geworden, früher zu meiner normalen Zeit passte ich gut in 34 rein und 36 war viel zu weit, und jetzt pass ich da nur noch in Hungerphasen rein und in Fressphasen wird 36 schon fast zu eng.
    Also am liebsten will ich erst mein altes Gewicht wieder und dann da raus. Ok, ich hab mittlerweile von genug Essgestörten gelesen, dass das so nicht geht. Aber da mit meinem jetzigen Gewicht rauskommen geht ja auch nicht :( habs ja probiert.

    Ich habe in den letzten Wochen schon sehr viel über die Gründe für mein Essverhalten nachgedacht und ich dachte, ich wüsste jetzt die meisten, also könnte ich die Probleme, die ich immer mit Essverhalten gelöst habe, anderweitig lösen und wieder normal essen. Aber dem ist wohl nicht so, es klappt ja noch nicht.
    Ich weiß, dass da bei mir etwas nicht so ok ist, aber andererseits kommt es mir normal vor, weil in meiner Familie alle nicht ganz normal essen, mein Vater zuwenig, meine Mutter abwechselnd zuviel und zuwenig und sie will auch abnehmen trotz normalgewicht, und meine Schwester hält ihr unteres Normalgewicht mit einer Dauerdiät. So etwas habe ich ja damals nach meiner Rohkostdiät auch halten können, aber da bin ich mittlerweile doch 7-8 Kilo drüber und das sieht man leider doch.
    Und selbst wenn mein Gewicht ok wäre, ich betäube ja mit meinem Essverhalten immer noch meine Emotionen und das würde ja auch dann wahrscheinlich so bleiben.
    Ich esse, um meine Ruhe zu haben, ich hungere, um mich schlank und aktiv zu fühlen. Ich esse aus Frust, wenn ich mich alleingelassen fühle, ich esse als strafe, wenn ich mich vor mir selber ekele. Und ich hungere, um das alles auszulöschen, nur noch ich und mein Hunger bleiben übrig.
    Am ausgeglichensten bin ich, wenn ich extrem viel Sport treibe, aber sportsucht ist ja auch nicht ganz normal und nimmt außerdem unglaublich viel Zeit weg.
    Ich fürchte, ich bin schon zu tief drin, jedesmal, wenn ich versuche, rauszukommen, klappts ein paar Tage, dann fresse ich, dann hasse ich alles Essen und höre wieder damit auf, schmiede Pläne, möglichst wenig zu essen, dann will ich mich wieder anpassen, esse einen Tag normal und dann artet es wieder aus.
     
  20. ehemaliges Mitglied

    Apega

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    35 Jahre alt
    Dabei seit 5. Oktober 2009
    Die Frage ist irgendwie...willst du da raus?
    Solange du daran festhalten willst kannst du zig 1.000 Pläne schmieden und alle werden sie in die Hose gehen.

    Solange du an Hosengrößen und Essplänen festhängst wirst du da nicht rauskommen.
    Bißchen gesund geht leider nicht. So eier ich schon seit Ewigkeiten rum, weil ich einfach nicht zunehmen will. Tja, so wirds mir aber auch nie wirklich besser gehen.
    Solange ich mein Gewicht als Waffe (in welchem Krieg eigentlich?!) benutze, komme ich aus der Nummer nicht raus.

    Gesundwerden bedeutet, das man das, was man kompensiert mit dem Essen, von den hintergründigen Problemen löst. Die Probleme behandeln und nebenbei "gesünder" essen.
    Es gibt kein "gesundes" Essen. Jeder isst wie er meint und das ist ok.
    ES haben aber oft den Gedanken "Wenn schon essen, dann aber zu 100 % gesund!" Wieso? Was ist 100 %? Wer sagt was 100 % gesund ist? Und vorallem, wieso ist das soooo wichtig? Entweder ES oder 100 %? Wieder schwarz-weiß...2 totale Extreme.
    Und ich vermute eher, dass eben WEIL du dir den Zucker verbietest phasenweise, dass du genau deswegen total Bock drauf kriegst. Zucker ist bei dir halt negrativ behaftet. Zucker = Böse?!
    Aber wie bei allem macht die Dosis das Gift.
    Es gibt keine bösen Nahrungsmittel (auch wenn wir das oft denken)...alles ist ok...1 Rippe Schokolade hat noch niemanden getötet.
    Und das man dann vielleicht nicht mehr aufhören kann, hat auch eher psychische Gründe, denn physische.
    Der menschliche Körper braucht Zucker, gut...ob es unbedingt raffinierter sein muss, da kann man drüber diskutieren. Aber Zucker braucht der Körper auch.

    Die DGE empfiehlt, dass man am Tag 40 % KH, 30 % Eiweiß und 30 % Fett zu sich nimmt.

    Du solltest irgendwie schauen, wo du hin willst...was du selber willst.
     
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